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Der Althistoriker Christian Meier hat sein Archiv dem Deutschen Literaturarchiv Marbach übergeben. Es handelt sich um Manuskripte und Zettelkästen aus allen Phasen seines Schaffens.

Der bekannte Althistoriker Christian Meier hat sein Archiv dem Deutschen Literaturarchiv Marbach als Schenkung übergeben. Dies teilt das Archiv mit. Es handelt sich um Manuskripte und Zettelkästen aus allen Phasen seines Schaffens sowie um ausgewählte, inhaltsreiche Korrespondenzen mit Geisteswissenschaftlern, Rechtswissenschaftlern und Persönlichkeiten aus Politik und Kultur. Zum Beispiel mit Matthias Gelzer, Alfred Heuß, Reinhart Koselleck, Jutta Lampe, Carl Schmitt, Wolf Jobst Siedler und Richard von Weizsäcker. Darüber hinaus enthält der Bestand Widmungsexemplare, unter anderem von Carl Schmitt, und durchgearbeitete Handexemplare der eigenen Monografien. Besonders hervorzuheben sind zudem Briefkonvolute und Materialsammlungen zum Historikerstreit.

Christian Meier (geboren 1929 in Stolp/Pommern) ist einer der bedeutendsten Historiker seiner Zeit. Er unterhielt intensive Verbindungen zur Forschergruppe "Poetik und Hermeneutik" und war als Vorsitzender des Verbandes der Historiker von 1980 bis 1988 in die Debatten des Historikerstreits verwickelt. Sein Forschungsschwerpunkt gilt der Antike, er verfasste berühmte Werke wie "Caesar" (1982) und "Athen" (1993). Das Archiv von Christian Meier ergänzt bedeutende Marbacher Gelehrten-Sammlungen, so die Mitteilung.