Zwischenbilanz Freibäder vermelden Rekordbesucherzahlen

Kreis Ludwigsburg / Von unserer Redaktion 09.08.2018

Von Rekordbesucherzahlen berichten die Freibäder im nördlichen Landkreis. Die BZ-Redaktion hat bei den Betriebsleitern nachgefragt.

„Die 200 000 Besucher erreichen wir mit Sicherheit“, sagt Thilo Dittmann, Leiter der Bäderbetriebe und Eishallen bei den Stadtwerken Bietigheim-Bissingen, „wenn das Wetter hält.“ Bislang hat die Hitze die Besucher angelockt. Bis jetzt kamen bereits 166 000 Badelustige in den Badepark Ellental. „So viele Besucher hatten wir vergangenes Jahr erst Ende August.“ Der August 2017 war jedoch eher wechselhaft. Das schlug sich auch auf die Besucherzahl der gesamten Saison nieder: 175 000 Besucher 2017. Im Jahr 2016 waren es noch 194 000  und 2015 ganze 219 000 Besucher. Eine Zahl, die dieses Jahr zu schaffen ist. „Wir hatten auch schon 60 000 Besucher nur im August“, sagt Dittmann. Bis Ende September bleibt der Badepark Ellental geöffnet. Neben den heißen Temperaturen seien auch die sechs verschiedenen Becken Grund für die hohen Besucherzahlen, sagt Dittmann. „Die Aktivitäten konzentrieren sich bei uns im Wasser und weniger auf den Wiesen.“ Auch die Rutsche sei immer noch ein Höhepunkt. Doch auch der zwei Jahre alte Kinderbereich habe sich gut entwickelt. „Im nächsten Jahr werden wir den Spielbereich weiter ausbauen“, verrät der Badeparkleiter.

Ende Juli begrüßte der Badepark Ellental seinen 7,5-millionsten Besucher seit der Eröffnung des Bads 1981.

Es ist etwa einen Monat her, dass in Besigheim der 100 000. Besucher im Freibad begrüßt wurde, viel früher als in den Vorjahren. Schon zu diesem Zeitpunkt kündigte sich ein Rekordjahr an. Und der Trend setzt sich bruchlos fort, macht Beigeordneter Klaus Schrempf deutlich. Aktuell wurden in dieser Saison bereits 190 000 Besucher registriert, die Zahl von 200 000 Badegästen könnte noch in dieser Woche, spätestens aber zu Beginn der neuen Woche erreicht werden, schätzt Schrempf. Zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr wurden lediglich 136 000 Besucher gezählt. In Jahren mit einem normalen deutschen Sommer kommen je nach Wetterlage zwischen 130 000 und 150 000 Gäste in das Besigheimer Freibad. Wie viele es in diesem Jahr sein werden, wenn das Bad im September schließt, vermag Schrempf nicht zu sagen.

Den eigenen Rekord hat das Schlossschwimmbad in Sachsenheim zwar noch nicht geknackt, doch sie sind auf dem besten Weg dorthin. Laut dem Vorstandsmitglied Axel Griesbaum sind sie mit den Besucherzahlen „schon einen Monat voraus“. 62 000 sind es bis jetzt etwa, knapp unter dem Rekord von 65  000 im Jahr 2015 – zumindest von dem seit 2006 gegründeten Trägerverein. Im Spitzensommer 2003 waren es sogar  85 000. „Wir hoffen, dass wir dieses Jahr die 70 000 noch reißen,“ meint Griebaum zuversichtlich.

Bereits am 27. Juli besuchte das Freibad in Bönnigheim der 100 000. Besucher. Am Mittwoch seien es in diesem Jahr bereits 134 000 Badebegeisterte gewesen, die das Bönnigheimer Freibad besucht hatten, teilt Ula Heiland mit, die bei den Stadtwerken tätig ist. Im Vorjahr waren es 121 000. Sofern das Wetter weiterhin warm bleibt, geht Heiland davon aus, dass in diesem Jahr bis zu 180 000 Gäste das Bönnigheimer Freibad besuchen werden

In Mundelsheim werden schon jetzt die Saison-Zahlen der vergangenen beiden Jahre übertroffen, so Bürgermeister Holger Haist. An diesem Donnerstag erwartet das kleine Freibad am Neckarufer seinen 25 000. Besucher. Ob allerdings der Rekordbesuch des Jahres 2003 übertroffen wird, ist fraglich. Im damaligen Jahrhundertsommer wurden laut Haist 50 000 Badegäste gezählt.

„Zufrieden ist ein Freibad nie, es kann immer besser sein“, sagt Patrick Niemann vom Freibad in Asperg. Aber generell laufe es gut. Dies bestätigt Tanja Freihofer von der Stadt Asperg: „Am Dienstag waren es insgesamt 159 965 Besucher.“ Der Grund für die hohen Besucherzahlen sei natürlich das anhaltend gute Wetter. 2017 hatte das Asperger Bad etwa 149 000 Besucher, 2015 waren es 195 000. Es sei noch schlecht zu sagen, ob es dieses Jahr einen neuen Rekord gebe, aber man stehe gut da, sagt Freihofer. Besonders freue die Stadt und auch die Bademeister, dass es 2018 noch keinen Unfall gab.

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