Wegen ihres großen Feuerwehrfestes waren die Freiberger Feuerwehraktiven übers Wochenende ausnahmsweise einmal launig im Einsatz. Der Ernstfall wurde mit einer Schauübung nur geprobt. Ansonsten sorgten die Wehrleute dafür, dass es ihren mehreren tausend Gästen gut ging und zeigten sich offen, was ihre Arbeit mit hoch technisierten Fahrzeugen und Gerätschaften betrifft.

Das Szenario der Schauübung war ernst, als zum Festauftakt am Samstagnachmittag Schaulustige die Straße säumten, weil da ein Fahrradfahrer unter einem mit Kies gefüllten Container eingeklemmt lag. Einem Lkw-Fahrer hatte der Hydraulikzylinder versagt, der Container war vom Hänger gerutscht und hatte den Radfahrer halb unter sich begraben. Erleichtert stellten die Zuschauer fest, dass es sich bei dem Unfallopfer um eine Puppe handelte. Auch der Lkw-Fahrer, sichtlich unter Schock stehend, wurde nur gemimt. Schließlich handelte es sich um eine Schauübung unter der Leitung von Gruppenführer Maik Rendle, mit der die Freiberger Feuerwehr im 30. Jahr ihr Fest mit Tag der offenen Tür eröffnete. Der Moderator Jochen Fritz erklärte jeden Schritt, den seine acht Kameraden mit Unterstützung einer Rettungswagenbesatzung vom DRK-Ortsverein unternahmen.

81 Aktive starke Wehr

Freibergs Kommandant Jürgen Jetter und der neue stellvertretende Bürgermeister Stefan Goedeckenmeyer zeigten sich beeindruckt von dem Arbeitsausschnitt, den die 81 Aktive starke Wehr zeigte. Im Gegensatz zu anderen Städten hat Freiberg mit seinen zwölf Jugendlichen keine Nachwuchsprobleme. Vom Altersdurchschnitt her handelt es sich um eine relativ junge Feuerwehr, die sich auch mit ihrer Frauenquote sehen lassen kann. Die Aktiven und die Jugendlichen haben jeweils fünf Wehrfrauen beziehungsweise -mädchen in ihren Reihen.

Bei der Jugendfeuerwehr war richtig was los, beim 30. Feuerwehrfest rund um das Gerätehaus.

Feuerwehrtechnik vor Ort


Marius Hinzel hatte am Sonntag, dem gemeinhin stärksten Tag des Feuerwehrfestes, den Fuhrpark unter sich. Es mussten Fragen jede Menge Fragen beantwortet werden, denn die Besucher waren neugierig. Sie wollten wissen, wie es sich anfühlt, in einem der roten Großfahrzeuge zu sitzen und was da so alles drin ist, insbesondere was die neueste Technik der Feuerwehr im Landkreis Ludwigsburg betrifft.

Die FFW Tamm hatte ihr Mehrzweckfahrzeug zur Verfügung gestellt und die Feuerwehr Leonberg ihr Mittleres Löschfahrzeug. Mit dem Hilfeleistungslöschfahrzeug, das erst letzte Woche in den Dienst gestellt wurde, waren die Gerlinger FFW-Aktiven vertreten. Die Kornwestheimer kamen mit dem Wechselladerfahrzeug inklusive Abrollbehälter, welches ganz neu angeschafft wurde. Ludwigsburg brachte die für Freiberg zugewiesene Drehleiter mit Korb, der 30 Meter in die Höhe fährt. hr