Am Samstag trafen sich beinahe alle Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ingersheim im Feuerwehrhaus zur Jahreshauptversammlung. Mit 25 Einsätzen hat man ein durchschnittliches Jahr hinter sich. Kommandant Andreas Fritz hob zwei Ereignisse hervor.

Am 4. Juli schlug während eines heftigen Gewitters ein Blitz in ein Wohnhaus in der Brunnengasse ein, das in Brand geriet. Und am 4. August kam es auf einem Gartengrundstück zu einem Feuer, das sich schnell zum Flächenbrand ausbreitete. Wenig hätte gefehlt, so Fritz, und der Brand hätte den Wald erreicht. „Bei gefühlten 45 Grad unter Atemschutz wurde der Einsatz zu einer starken körperlichen Belastung“, erinnerte er. Insgesamt zwei Menschenleben wurden 2018 gerettet, für eine Person kam die Hilfe zu spät.

An 68 Terminen wurde der Ernstfall geprobt. Höhepunkt war die große Hauptübung am Schloss in Kleiningersheim, bei der die Rettung von Personen aus dem verwinkelten Gebäude ebenso geübt wurde wie der Wassertransport vom Neckar her. Wasserbeschaffung war auch das Thema einer großen Übung auf dem Birkenhof: „Künftig werden die Kameraden im Alarmfall für Lerchen- und Birkenhöfe zur Feuerwehr Bietigheim-Bissingen eine zweite Leitungsstrecke aufbauen.“, erklärt Fritz. So könne man auf zwei Leitungsnetze zugreifen.

Neues Fahrzeug

Die Fahrzeuge sind zwar alle noch einsatzbereit, doch wird wohl trotzdem im kommenden Jahr die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeugs bevorstehen. Bereits seit Juli verfügt die Wehr über ein Boot für Einsätze auf dem Neckar, das mit einer großen Feier auf den Namen Florian Ingersheim 88 getauft wurde.

Die Kameradschaft wurde nicht nur beim großen Feuerwehrfest, sondern auch beim Feuerwehrausflug ins Allgäu gefestigt. „Am Abend nahmen wir am Totentanz teil“, erinnert sich der Kommandant schmunzelnd. Ein Grillfest ohne Brandgefahr auf dem Birkenhof war deutlich fröhlicher. Auch Jugendfeuerwehr und Alterswehr trafen sich regelmäßig. Die Zahl der Mitglieder hält sich auf einem gleichbleibenden Niveau: 48 Feuerwehrmänner und 3 Frauen sind in der Einsatzabteilung aktiv, 34 Kameraden hat die Alterswehr und auf 13 Mitglieder wuchs die Jugendfeuerwehr. Macht zusammen 99 Mann und Frau in Ingersheim.

Erinnert wurde an den im vergangenen Jahr verstorbenen ehemaligen Kommandanten und späteren Ehrenkommandanten Friedrich Rühle und den ebenfalls verstorbenen Gerhard Kunz. Bürgermeister Volker Godel lobte nicht nur die gute Arbeit der Feuerwehr, sondern auch deren Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Pläne die schwierige Tagesverfügbarkeit der Feuerwehr zu verbessern, indem man stärker mit den Nachbarn in Freiberg zusammenarbeite sein sinnvoll, „die Feuerwehr konnte schon immer über den Tellerrand hinausschauen.“

Ehrungen und Beförderungen der Ingersheimer Wehr


Ehrungen
70 Jahre Mitgliedschaft: Reinhold Schaaf.
50 Jahre Mitgliedschaft: Helmut Leibbrand, Hans Kieser, Ulrich Landsberger, Günter Luidthardt, Martin Wagner, Werner Osswald.
Ehrenzeichen in Bronze für 15 Jahre Dienst: Steffen Bulling, Bernhard Burk, Sebastian Dürl, Christoph Fritz, Volker Glück, Bernd Grabenstein, Simone Grabenstein, Andreas Luidthardt, Alexander Mann, Benedict Scheller, Stefanie Scheller, Daniel Volk, Jürgen Würth, Thomas Zeltwanger.

Beförderungen: Kavin Eggert (Oberfeuerwehrmann) und Ralph Munz (Hauptfeuerwehrmann). jk