Konzert Es wird eng und vertraut im Keller

Christiane Rebhan 13.12.2016

Es reiche nicht, um eine ganze Big-Band-Formation durchzubringen, aber Jazzmusik sei Liebhaberei, sagt Frank Mangold, der Tenorsaxofon der Gout Big Band. Für fünf Euro Eintritt bekommen leidenschaftliche Musikhörer am Dienstag, 13. Dezember, ab 20 Uhr, im Kleinkunstkeller in Bietigheim sogar zwei Bands mit insgesamt 40 Musikern zu sehen. Denn die Jazzophonics Big Band gibt ein Gastspiel im Keller. „Im Vergleich zu einer großen Halle ist die Atmosphäre im Kleinkunstkeller intim“, sagt Mangold. Dazu rechnet der Saxofonist damit, dass Fans der Gout Big Band und der Gastformation in den Reihen sitzen werden. Die Kontakte zu den anderen Gruppen kämen zustande, weil unter anderem Trompeter Alexander Springer als aufmerksamer Konzertbesucher andere Formationen anspricht und fragt, ob sie gerne die Bietigheimer Band bei einem Auftritt unterstützen würden. „Bisher sind auch alle gekommen, die wir gefragt haben“, sagt Frank Mangold.

Getreu dem Motto „Big-Band ist nicht gleich Big-Band“ reiche die Palette der Jazzophonics vom klassischen Swing über Bossa, Samba und Balladen. Die Bietigheimer werden Auszüge aus ihrem Programm mit der Norwegerin Elisabeth Vik und dem Trompeter Adam Rapa spielen. Dazu gibt es am Dienstagabend noch ein Weihnachtslied im Big-Band-Stil. Tickets sind für fünf Euro an der Abendkasse erhältlich: Wenn also nur 32 Leute kommen, reicht es zumindest für ein Bier nach dem Auftritt für jeden der Jazzmusiker. Platz wäre im Kleinkunstkeller für 124 Konzertgänger. Christiane Rebhan