Die erste Bescheinigung als „staatlich anerkannte Kindheitspädagogin“ erhält Valeska Farias aus Chile. Die studierte pädagogische Fachkraft der päpstlichkatholischen Universität Chile hat sich an der Evangelischen Hochschule in Ludwigsburg in mehreren Modulen des Studiengangs „Frühkindliche Bildung und Erziehung“ nachqualifiziert. Möglich wurde dieses innovative Anerkennungsmodell durch eine Kooperation zwischen dem Institut für Antidiskriminierungs- und Diversityfragen, der IQ-Koordinierungsstelle des Landesnetzwerks Baden-Württemberg, den zuständigen Fachministerien und dem Regierungspräsidium Stuttgart. Dies teilt die EH mit.

Die Qualifizierungsmaßnahme im Rahmen des IQ-Netzwerk Baden-Württemberg ist durch das BMAS und den ESF gefördert. Ein zentrales Anliegen des Hochschulinstituts IAD ist die Betrachtung von Migration als Ressource im Sinne einer Wertschätzung biografischer und beruflicher Kompetenzen von Zuwanderinnen und Zuwanderern. „Daher sehen wir das neue Angebot als Chance für Menschen mit Migrationshintergrund, aber auch für die gesamte bundesrepublikanische Gesellschaft“, meint Institutsleiterin Prof.  Dr. Beate Aschenbrenner-Wellmann. Zielgruppe sind Hochschulabsolventinnen und Absolventen, die im Ausland einen Abschluss im Bereich der Kindheitspädagogik erworben haben und danach zur pädagogischen Arbeit mit Kindern im Alter von null bis zwölf Jahren qualifiziert sind.