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Kreis Ludwigsburg / Frank Ruppert  Uhr

Die Barockstadt ist in der Region Vorreiter in Sachen E-Mobilität, auch was die Stadtverwaltung und ihren Fuhrpark anbelangt. Die Stadt baut ihren Bestand an Elektrofahrzeugen im städtischen Fuhrpark aus, aktuell mit Hilfe von Fördermitteln des Bundes aus dem „Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020“ in Höhe von 2,2 Millionen Euro. Knapp die Hälfte der 58 Autos bei der Stadtverwaltung Ludwigsburg sind strom- oder gasbetrieben. Bei Lkw tut sich aber auch Ludwigsburg noch schwer Alternativen zum Verbrennungsmotor zu finden. Aber wie sieht es bei den anderen Städte aus?

In Bietigheim-Bissingen fahren die beiden Bürgermeister Dienstwagen, teilt Sprecherin Anette Hochmuth mit. OB Jürgen Kessing fährt einen Mercedes-Diesel mit der Abgasnorm Euro6, der geleast ist. „Dieser wird demnächst ausgetauscht gegen einen Hybrid mit Elektroantrieb und Dieselmotor“, so Hochmuth weiter. Bürgermeister Joachim Kölz fahre einen Audi mit Benzinmotor.

Im Bauhof und bei der Stadtgärtnerei sind 46 Fahrzeuge im Einsatz, davon 38 Diesel. Davon gehören 8 zur Klasse E4, die anderen zu E5. Dabei handelt es sich überwiegend um Spezialfahrzeuge, also Lkw, Kleintransporter und ähnliches. Außerdem verfügt die Stadt über fünf Fahrzeuge mit Benzinantrieb und drei mit Autogas sowie seit Januar über einen Streetscooter als E-Mobil. „Bei Neuanschaffungen wird stets auf die neueste Technik geachtet, was eben bei Spezialfahrzeugen derzeit noch nicht oder nur in wenigen Fällen Elektrotechnik beinhaltet“, erklärt Hochmuth.

Beim Vermessungsdienst werde ein VW Bus T4 Diesel, Baujahr 2003 mit Rußpartikelfilter, also ein Euro-4-Diesel eingesetzt. Darüber hinaus fahren die Vollzugsbediensteten einen Toyota Auris Hybrid, einen VW Caddy mit Erdgas, zwei Toyota Yaris Hybrid und einen VW Bus Diesel E4. Alle Fahrzeuge sind gekauft, mit Ausnahme des Streetscooter, der ist gemietet.

In Sachsenheim hat nur Bürgermeister Holger Albrich einen Dienstwagen, teilt Stadtsprecherin Nicole Raichle, mit: „Ab Oktober 2019 wird dies ein Mercedes E200 (Hybrid) sein.“ Insgesamt seien auf die Stadt 48 Fahrzeuge und 16 Anhänger zugelassen: 39 Diesel, 8 Benziner, ein Elektro-Auto und ab Oktober der Hybrid. „Bei der Beschaffung des neuen Dienstwagens für den Bürgermeister wurden gezielt Angebote für E- beziehungsweise Hybrid-Fahrzeuge eingeholt. Bei Ersatz- und Neubeschaffung wird im Einzelfall geprüft, ob eine Beschaffung als E-Fahrzeug möglich ist“, teilt Raichle weiter mit. Natürlich sei die Stadt bestrebt, bei Neubeschaffungen auch den Umweltaspekt mit einfließen zu lassen.

In Bönnigheim gibt es nicht einmal für den Bürgermeister einen Dienstwagen, teilt Torben Pellkofer vom Fachbereich 2 „Ordnung, Kultur, Jugend und Soziales“ im Rathaus mit. Die Angestellten der Stadt können aber für dienstliche Termine auf  E-Autos zurückgreifen. Auf die Stadt sind 6 Feuerwehrfahrzeuge, 13 klassische Autos beim Bauhof und 3 Zugmaschinen oder Ähnliches (keine Euro-4-Diesel), je ein Benziner beim Fachbereich Bauen und der Kläranlage und zwei E-Autos zugelassen. „Alle Fahrzeuge außer E-Autos stehen im Eigentum der Gemeinde“, so Pellkofer weiter. Es gebe keinen langfristigen Plan den Fuhrpark mit Elektorautos umzurüsten. Die Art der Beschaffung werde jeweils von Fall zu Fall neu entschieden, die neuesten beiden Autos seien allerdings E-Autos.