Finanzen Einnahmen sprudeln weiter

Freiberg / Günther Jungnickl 02.08.2018

Da kommt Freude auf im Gemeinderat, denn Stadtkämmerin Sandra Horvath kam in ihrem Finanzzwischenbericht zu dem Schluss, dass erneut die Steuereinnahmen alle Erwartungen übertreffen werden. Denn zum Jahresende könnte mit Fug und Recht ein Zugewinn von 2,13 Millionen Euro bei den Einnahmen stehen. Dafür seien vor allem die weiterhin munter sprudelnden Steuereinnahmen aus der Gewerbesteuer (plus 1,4 Millionen Euro gegenüber der Haushaltsprognose 2018) und der Einkommenssteuer (plus 402 000 Euro) verantwortlich. Aber selbst die Zuweisungen und Zuwendungen würden sich bis zum Jahresende noch einmal um rund 254 000 Euro erhöhen. Dies resultiere schlicht aus der Erhöhung der Schlüsselzuweisungen und der Investitionspauschale.

Das Gute: Gleichzeitig sinken die Personalaufwendungen unter die geplanten Ansätze um 250 000 Euro 10,9 Millionen Euro, weil einige Stellen nicht besetzt wurden. Während auch im investiven Bereich Mehreinnahmen von 761 500 Euro durch den Verkauf von Sachvermögen erzielt werden konnten. Andererseits sei noch unklar, inwieweit bei den großen Bauvorhaben (Obdachlosenunterkunft im Gründelbachtal, Kinderhaus „Murmel“ in Heutingsheim und Neugestaltung des Bahnhofsgeländes) die dafür vorgesehenen Haushaltsmittel noch bis Ende des Jahres abfließen werden. Es stehen zur Jahreshälfte ausreichend liquide Mittel in Höhe von 30,7 Millionen Euro zur Verfügung. Davon entfallen auf Geldanlagen in Bausparverträgen 12,7 Euro und auf sonstige liquide Mittel in Höhe von rund 18 Millionen Euro zur Verfügung. Zusätzlich hat die Stadt ihren Eigenbetrieben noch jederzeit kündbare Darlehen in Höhe von 2,45 Millionen Euro gewährt.

Hohes Niveau

Kämmerin Horvath stellte deshalb fest, dass die Finanzlage Freibergs sich im laufenden Jahr „weiterhin positiv entwickelt“ und die Ertragslage sich insbesondere aufgrund der anhaltenden gesamtwirtschaftlichen Situation auf ähnlich hohem Niveau wie in den Vorjahren bewege. Dies versetze die Stadt in die Lage, auch für die bevorstehenden großen Investitionen (OPS-Neubau) die nötigen Finanzmittel bereitzustellen.

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