Geldmittel Einnahmen aus der Gewerbesteuer steigen weiter an

Pleidelsheim / Günther Jungnickl 26.07.2018

Ein Plus von 2,5 Millionen Euro zum Jahresende hat der Pleidelsheimer Kämmerer Andreas Linge errechnet. Das heißt, statt vier Millionen Euro an Gewerbesteuereinnahmen – wie es im Haushalt 2018 steht –  kann die Gemeinde am Ende des Jahres nun mit 6,5 Millionen Euro Steuereinnahmen rechnen. Doch  damit nicht genug. So stehen auch nach dem kommunalen Finanzausgleich (FAG) der Gemeinde wegen der inzwischen revidierten Einwohnerzahl 150 000 Euro zusätzlich zu und auch aus der Grundsteuer sind 20 000 Euro mehr zu erwarten.

 „Alles in allem entwickelt sich das Haushaltsjahr sehr positiv“, meinte Linge. Dies ermögliche der Gemeinde trotz erheblicher Investitionen sogar im sozialen Wohnungsbau aktiv zu werden.

Rücklagenkonto geschont

Denn trotz ebenfalls gestiegener Personalausgaben und den Ausgaben für die Gebäudeunterhaltung (Bürgerstuben) muss der Griff in die allgemeinen Rücklagen nicht zu hoch ausfallen: Statt 1,8 Millionen Euro jetzt lediglich 800 000 Euro. Trotzdem bleibe für die kommenden Jahre noch ein ausreichendes Finanzpolster.

Dazu kommt, dass auch der Jahresabschluss für das Jahr 2017 besser zu werden verspricht als allgemein erwartet. Und das, obwohl die Entnahme aus der Rücklage sich auf zwei Millionen Euro erhöht. Doch sei dies zu verkraften, weil in diesem Fall ausschließlich  Gemeindeunternehmen Darlehen gewährt worden sind. Allerdings sei der Haushaltsplan von 2018 auch der letzte kameralistische Haushalt gewesen, die Kämmerei arbeite gerade daran, den Etat 2019 nach dem Neuen Kommunalen Haushaltsrecht (NKHR) zu gestalten, was gemeinhin zu einem schlechteren laufenden Ergebnis führe, so Linge.

Viel Lob

In der kurzen Debatte gab es viel Lob für die „positive Haushaltsentwicklung“ (Gemeinderat Ernst Speer, CDU) und Christel Staudenmaier (WIR) staunte nur noch über den lang anhaltenden Anstieg der Steuereinnahmen über fast zehn Jahre. Deshalb prophezeite sie sogar noch ein Plus bei der Einkommenssteuer.

Hermann Höhne (SPD) warf jedoch ein, dass es nicht Aufgabe einer Gemeinde sein dürfe, Geld anzuhäufen wie ein Industrieunternehmen oder eine Bank. Bürgermeister Ralf Trettner warnte davor, die Rücklagen aufzulösen, denn es würden auch sicher wieder magerere Jahr kommen. „Wir arbeiten  wirtschaftlich mit dem Geld unserer Bürger“, sagte Trettner.   

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