Wald Eichen im Landkreis nehmen Spitzenposition ein

Kreis Ludwigsburg / bz 20.08.2018

Mit seinem Bestand an Eichen nimmt der Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg eine Spitzenposition ein. Keine andere Baumart prägt die Wälder im Landkreis Ludwigsburg so stark, teilt der Landkreis mit. Die Eiche hat einen Anteil von 34 Prozent an der Waldfläche, landesweit kommt sie dagegen nur auf etwa acht Prozent der Waldfläche vor.

Die Eiche gelte als Hoffnungsträgerin im Klimawandel, so das Landratsamt, sie biete mehr Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum als jede andere heimische Baumart und ihr Holz finde zahlreiche Verwendungen: vom Bauholz über hochwertige Möbel bis hin zur Herstellung von Barrique-Weinfässern. Waldbesucher erfreuen sich am imposanten Erscheinungsbild einzelner Eichen. Eine Baumart also, die die vielen positiven Wirkungen des Waldes wie keine andere verkörpert.

 Gerade wegen ihrer vielen Vorzüge genießt die Eiche das besondere Augenmerk der Förster. Ihre große Schwäche ist ihre große Lichtbedürftigkeit. Sie ist der Konkurrenz durch andere Baumarten oder der Brombeere durch deren Schattenwurf und schnellem Wuchs oft nicht gewachsen. Und auch das Rehwild frisst mit Vorliebe die Knospen junger Eichen. Die Eiche braucht also Unterstützung und Förderung, damit sie nicht aus den Wäldern verdrängt wird.

Bevorzugte Behandlung

 Dass die Eiche im Landkreis so häufig vertreten ist, ist deshalb allein auf die bevorzugte Behandlung dieser Baumart durch vorangegangene Generationen von Förstern, Waldarbeitern und Waldbesitzern zurück zu führen. Die Verjüngung der heute oftmals betagten Eichenwälder stellen die Förster vor eine große Herausforderung. Denn vielerorts gibt es zwar alte Eichenbestände, aber an der jungen Generation fehlt es häufig.

Zur Förderung der nachfolgenden Eichengenerationen benötigen die jungen Eichenwälder viel Licht. Über den kleinen Bäumchen bleiben daher nur noch einzelne alte Bäume übrig. Weil die kleinen wie auch die großen Eichen aber einen großen Bedarf an direktem Sonnenlicht haben, ist dieses Vorgehen schon seit vielen Förster-Generationen erprobt und bewährt. Auch die heutigen alten Eichenwälder sind dereinst in solchen aufgelichteten jungen Wäldern begründet worden. Alte Bäume mit besonderen Habitat-Eigenschaften für Vögel, Fledermäuse und Insekten bleiben von der Nutzung natürlich unberührt.

In Sachen natürliche Verjüngung verlässt sich der Förster gern auch auf tierische Helfer, wie Eichhörnchen und Eichelhäher. Die Tiere legen Wintervorräte aus Eicheln an und vergessen regelmäßig einige davon.

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