Kreis Ludwigsburg Die neue Schullandschaft kostet Millionen

 
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Kreis Ludwigsburg / ANDREAS LUKESCH 21.11.2015
Die Schullandschaft steht vor gewaltigen Veränderungen. Für Sanierungen und Neubauten müssen die Kommunen Millionen aufwenden. Der Samstagsschwerpunkt berichtet über Probleme und Herausforderungen rund um die Schulen.

Vergangene Woche schlug der Städtetag Alarm: Mindestens drei Milliarden Euro beträgt der Sanierungsbedarf an Baden-Württembergs Schulen. Der Weckruf galt dem Land, das sich aus der Sanierungsförderung von Schulen zurückgezogen hat (die BZ berichtete). Nun also müssen die Kommunen auch im Landkreis Ludwigsburg weitgehend allein mit einem Jahrhundertproblem umgehen. Allein in Bietigheim-Bissingen müssen 15 Millionen Euro in die Hand genommen werden, um die sanierungsbedürftigen Ellental-Gymnasien auf Vordermann zu bringen.

Hinzu kommen 30 Millionen Euro für An- und Neubauten, die notwendig werden, um den Anforderungen von Ganztag und Gemeinschaftsschule gerecht werden zu können.

In Freiberg schlagen sich Verwaltung und Gemeinderat hingegen mit einer Kostenexplosion für den Neubau der Oscar-Paret-Schule herum. Dort geht es mittlerweile um mehr als 60 Millionen Euro. Damit nicht genug. Die Schulen haben eine Vielzahl neuer Aufgaben zu stemmen. Ganz vorne steht die Integration von Flüchtlingskindern.

Für etliche Städte und Gemeinden ist das zu viel: Mit der Bewältigung der Herausforderung seien Städte und Gemeinden alleine überfordert, heißt es in einem Positionspapier des Städtetags an das Land zum Sanierungsstau. Das fördert unterdessen allein 2015 Schulbaumaßnahmen in Höhe von 50 Millionen Euro aus Mitteln des kommunalen Finanzausgleichs (plus 16,7 Millionen Euro für 43 Ganztagsschulen). Einziger Profiteur dieses Geldes im Landkreis ist Markgröningen.

Info Berichte zum BZ-Schwerpunkt Schulen lesen Sie auf den Seiten

11, 13, 15 und 16.

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