Pianist und Dirigent in einem: Dan Ettinger leitet die Stuttgarter Philharmoniker am Mittwoch, 2. Oktober, 20 Uhr, im Kronenzentrum Bietigheim-Bissingen. Aber er ist auch der Solist in Haydns Klavierkonzert D-Dur an diesem Abend. Zudem wird Bruckners „Romantische“, die Sinfonie Nr. 4, gespielt, die populärste des Komponisten. Mit diesem Konzert beginnt das städtische Kulturprogramm im Bietigheimer Kronenzentrum.

Auch das Programm im Forum in Ludwigsburg beginnt mit Klassik. Hier ist der Solist der Cellist Daniel Müller-Schott, der am Samstag, 19. Oktober, 19.30 Uhr, mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn auftritt. Auf dem Programm dieses Saisonauftaktkonzertes stehen Beethovens Ouvertüre zu „Coriolan“, Schumanns Cellokonzert a-Moll und Wilms Sinfonie Nr. 7 c-Moll. Das letztgenannte Stück ist eine Rarität des deutsch-niederländischen Komponisten Johann Wilhelm Wilms und gleichzeitig die letzte Sinfonie des Beethoven-Zeitgenossen.

Schüler tanzen

Im Forum in Ludwigsburg geht es am 9. und 10. November weiter mit der alljährlich stattfindenden Reihe „Bachbewegt! Tanz!“ und einem getanzten Requiem d-Moll von Mozart. Alle Stücke dieser Reihe, die es im Forum schon seit einer Weile gibt, werden von Schülern aus der Region getanzt. Die Musik kommt von der Gaechinger Cantorey.

Profis hingegen sind die Tänzer der Danza Comtemporanea de Cuba, die am 15., 16. und 17. November zwei Choreografien interpretieren. Hier ist es vor allem der afro-karibische Rhythmus, der mit moderner, zeitgemäßer Tanzsymbolik verknüpft wird. Themen sind die Balance zwischen Licht und Schatten im Leben und martialische Tanzszenen in beckettscher Manier.

Elfriede Jelineks „Am Königsweg“ ist aufsehenerregend, spiegelt er doch den weißen Mann wider, der ohne Rücksicht seinen Königsweg geht. Das Stück des Badischen Staatstheaters Karlsruhe, das am 29. November, 20 Uhr, im Forum aufgeführt wird, wurde bei seiner Premiere gleichermaßen gelobt und zerrissen. Das Stück verknüpft den amtierenden amerikanischen Präsidenten mit mythischen Königsfiguren von Lear bis Ödipus. Darin steckt schon genug explosives Material.

Pe Werner singt

Im Kronenzentrum in Bietigheim geht es am Mittwoch, 16. Oktober, 20 Uhr, mit einem Konzert von Pe Werner weiter. Seit 30 Jahren steht die Sängerin auf der Bühne und seit 25 Jahren veröffentlicht sie Alben – ein Grund zum Feiern. Einen Klavierabend gibt es am Donnerstag, 17. Oktober, mit Joseph Moog, der Schubert, Liszt, Fauré und Ravel spielt. Der Pianist war schon für den Grammy nominiert und wird immer wieder hoch ausgezeichnet.

Großes politisches Kabarett gibt es am 19. Oktober mit dem Altmeister der politischen Satire, Bruno Jonas. Er macht sich Gedanken um den Euro und Europa, aber auch um die Zukunft der SPD. Wie immer ist er tagespolitisch aktuell.

Schwäbische Komödie

Die Komödie „Die Kirche bleibt im Dorf“ nach dem gleichnamigen Film wird am 30. Oktober im Kronenzentrum aufgeführt. Die Württembergische Landesbühne Esslingen hat sich dem urschwäbischen Stoff angenommen. Das Novosibirsk Philharmonic Orchestra Spielt am Mittwoch, 13. November, vor allem Tschaikovsky, den großen, romantischen, russischen Komponisten. Cellist Ivan Karizna übernimmt dabei die Solopartien.

Die Badische Landesbühne zeigt am 21. November ein zeitgenössisches Stück der jungen Autorin Bettina Wilpert. „Nichts, was uns passiert“ spielt im Sommer 2014, zur Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien im Leipziger Studentenmilieu. Das Thema ist heikel: Es geht um Vergewaltigung, zumindest ist es das, was die Studentin Anna zwei Monate nach der Tat anzeigt. Für Jonas war es einvernehmlicher Sex. Zwei Seiten einer hässlichen Medaille werden in dem Stück aufgezeigt.