Dabei sein ist alles

knz 15.07.2017

Am Donnerstag kam ich

im BZ-Trikot in die Redaktion. Die Aufregung war groß, ich würde zum ersten Mal am BZ-Firmenlauf teilnehmen, mein erster Lauf überhaupt. Davor war ich die Strecke drei Mal gelaufen, jedes Mal in mehr als 40 Minuten. Und jetzt sollte ich noch mit einer Kamera das ganze Spektakel filmen.„Arbeiten Sie bei der Zeitung?“, fragte mich, wundersam wissend, ein Mann in meiner Mittagspause, während ich eine Kohlenhydraten-Bombe zu mir nahm. Spiegeleier und Reis, diese Kombination hatte ich bis dahin nicht ausprobiert. Nach dem Feierabend stand ich im Stau. Eine halbe Stunde dauerte es bis ich angekommen war. Endlich ging es los. Hunderte von Leuten rannten an mir vorbei. Nach einer Weile keuchten manche, andere unterhielten sich. An einer Wasserstelle schnappte ich mir einen Becher. Ein großer Fehler, denn durch das Trinken bekam ich Seitenstechen. Doch immer wieder spürte ich die Endorphine und ein Gefühl der Freiheit. „Dabei sein ist alles“, sagte eine Läuferin zu ihrem Freund und dem schließe ich mich an. Gerne auch nächstes Jahr.