Oberstenfeld / hevo

Die Stiftung Burg Lichtenberg wurde gegründet, um die gleichnamige Burg vor einem Verkauf an eine Privatperson zu bewahren (die BZ berichtete), jedoch ist das nun alles Schnee von gestern.

Der Landkreis Ludwigsburg und die Gemeinde Oberstenfeld, auf deren Gemarkung die Staufenburg liegt, hatten Anfang des Jahres zugesichert, sich an einer Stiftung zu Rettung der Burg Lichtenberg zu beteiligen, der Kreis mit 300 000 Euro und die Gemeinde mit 175 000 Euro. Auch die Kreissparkasse hatte zwei Millionen Euro aus ihrem Fonds Kunst, Kultur und Bildung zugesichert. Landrat Dr. Rainer Haas, Oberstenfelds Bürgermeister Markus Kleemann und ein KSK-Vorstand hätten die Burg dann zu dritt als Stiftungsrat verwaltet.

Baron überlegt sich’s anders

Dies ist wie es scheint aber nicht im Sinne des Eigentümers, Baron Dietrich Freiherr von und zu Weiler. Der 87-jährige Adlige will – entgegen früheren Aussagen – lieber mit einem privaten Investor arbeiten, teilte er der Gemeinde mit. Die Enttäuschung darüber ist unter den Beteiligten groß, noch größer aber die Empörung, da der Verkauf schon in trockenen Tüchern schien.

Der Baron sicherte der Gemeinde mit der Absage zu, dass die Mittelalterburg weiterhin an Sonn- und Feiertagen für Besucher geöffnet bleibe. Die Gemeinde hatte sich jedoch erhofft, mehr Tagesgäste begrüßen zu können, wenn die Burg einen Pächter bekommen hätte, der die Räumlichkeiten die ganze Woche über zugänglich gemacht hätte und eben nicht nur an den Wochenenden oder bei Abwesenheit des Burgherren. Nun bleibt jedoch alles beim Alten.