In fünf Gemeinden des Landkreises stehen 2020 Bürgermeisterwahlen an. Neben Erdmannhausen und Murr sind dies Bietigheim-Bissingen, Ingersheim und Freudental.

Die erste Bürgermeisterwahl im Verbreitungsgebiet der BZ steht am 2. Februar an. In Freudental will Alexander Fleig (parteilos) dann eine zweite Amtszeit erreichen. „Ich denke, dass wir insgesamt zufrieden sein können mit dem, was wir in den letzten siebeneinhalb Jahren zusammen angepackt, auf den Weg gebracht und erreicht haben“, so Fleig im Sommer als er seine erneute Kandidatur bekanntgab. Fleig wurde im Februar 2012 mit 62 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang gewählt. Fleig ist in Freudental anerkannt, Gegenkandidaten sind bislang noch nicht in Sicht. Er möchte dennoch auf jeden Fall Wahlkampf machen und seine Ideen für die nächsten acht Jahre präsentieren, sagt er gegenüber der BZ.

Zwei Wochen nach Freudental, am 16. Februar 2020, steht auch in Ingersheim ein Urnengang an. Schultes Volker Godel (FDP) hatte im September erklärt, keine weitere Amtszeit anzustreben. Aus gesundheitlichen Gründe will der 59-Jährige nicht mehr weitermachen. So wird es in Ingersheim einen Neuanfang nach 24 Jahren Godel geben. Für die nun anstehende Wahl bewerben sich aktuell bereits zwei Kandidaten um die Nachfolge: Simone Haist und Thorsten Majer. Haist, Diplom-Verwaltungswirtin, ist verheiratet und lebt in Ludwigsburg. Sie ist seit 2017 Lehrbeauftragte an der Hochschule für Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg. Majer ist selbstständiger Rechtsanwalt und Fraktionsvorsitzende der Fraktion SPD/FB im Ingersheimer Gemeinderat.

In Bietigheim-Bissingen stellt sich Oberbürgermeister Jürgen Kessing (SPD) erneut zu Wahl und möchte am 8. März 2020 eine dritte Amtszeit erreichen. Der gebürtige Wormser wurde am 28. März 2004 mit 54 Prozent der Stimmen erstmals zum OB gewählt. Jahrzehntelang war die Stadt zuvor mit einem CDU-Mann an der Spitze geführt worden. Die Christdemokraten Karl Mai und Manfred List hatten die Aufbaujahre nach dem Krieg bewältigt und die Zusammenführung von Bietigheim und Bissingen umgesetzt. Kessings Wiederwahl acht Jahre später fiel deutlich aus:  96 Prozent erreichte der Amtsinhaber. Die CDU hatte keinen Gegenkandidaten aufstellen lassen.

Der Stadtverband der CDU, immerhin größte Fraktion im Gemeinderat, sucht auch aktuell nicht aktiv nach einem Gegenkandidaten, wie der Stadtverbands-Chef Kai Hofmann auf BZ-Anfrage bestätigt. Man wolle abwarten, wer sich bewerbe und dann sehen, wen man unterstütze. „Ich hoffe auf mehrere qualifizierte Bewerber“, so Hofmann und fügt dann an: „Nach 16 Jahren wäre ein Wechsel mal gut“. Die Grünen in Bietigheim-Bissingen haben sich zur OB-Wahl noch nicht positioniert, erklärt Ortsverbands-Chef Marcel Hoffmann. Anfang Dezember setze man sich zusammen und berate das Thema. Die Freien Wähler haben sich bis Redaktionsschluss nicht gemeldet.

Die Formalien zu den Bürgermeisterwahlen


Am 2. Februar dürfen die Freudentaler ihren Bürgermeister wählen. Sollte kein Bewerber mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhalten, findet die Neuwahl am Sonntag, 16. Februar statt. Die Stellenausschreibung wird am Freitag, 22. November im Staatsanzeiger veröffentlicht. Die Bewerbungen zur Bürgermeisterwahl können dann bis 7. Januar eingereicht werden.

Am 16. Februar wird in Ingersheim gewählt. Ein zweiter Wahlgang wäre am 8. März. Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters können sich bis 20. Januar 2020, 18 Uhr, bewerben. Die Amtszeit von Bürgermeister Volker Godel endet mit Ablauf des 1. Mai 2020.

Am 8. März findet die OB-Wahl in Bietigheim-Bissingen statt. Sollte kein Bewerber eine absolute Mehrheit erhalten und damit eine zweite Wahl erforderlich werden, werden die Bürger am Sonntag, 22. März, nochmals zu den Wahlurnen gerufen. Die Stelle wird am Freitag, 13. Dezember, ausgeschrieben, das Ende der Einreichungsfrist für Bewerbungen wird auf Montag, 10. Februar, festgelegt. Bei einer zweiten Runde geht die Einreichungsfrist vom 9. bis 11. März. bz