Tamm Beitritt zum Verband des Landkreises

Tamm / SABINE FISCHER 27.06.2013
Der Tammer Gemeinderat hat beschlossen, dem Landschaftserhaltungsverband des Landkreises beizutreten. Man erhofft sich einen "Konsens aller Beteiligten".

Bietigheim-Bissingen - Ingersheim - Tamm. Vor allem diese Achse sei es gewesen, die Bürgermeister Roland Zeller für die Mitgliedschaft seiner Gemeinde im Landschaftserhaltungsverband im Landkreis Ludwigsburg begeisterte, der laut des Positionspapiers des Landkreises das Landschaftsbild seiner Mitglieder "im Konsens aller Beteiligten" entwickeln und gestalten soll. Dazu gehören unter anderem Maßnahmen wie die Pflege überalterter Feldhecken oder der Erhalt und die Pflege von Streuobstwiesen. Obwohl er "zunächst neutral" gewesen sei, sähe er nun ein, dass es "schwierig wird", nicht in diesem Verband zu sein. Auch weil man für Projekte Zuschüsse erhalten könne.

Die Räte hingegen waren geteilter Meinung. Adolf Bommer (CDU) schlug vor, von den 500 Euro jährlichem Mitgliedsbeitrag doch lieber zwei Bänke zu kaufen, die man - wie zuvor in der Bürgerfragestunde angedacht - auf dem Friedhof aufstellen könne, damit das Geld direkt bei den Bürgern ankäme. Dieter Jenner (LLT) gab zu bedenken, dass es mit der unteren Naturschutzbehörde bereits eine Behörde gebe.

SPD und Grüne hingegen begrüßten die Beitrittsabsichten der Gemeinde. Karin Vogt (Grüne) sieht im Beitritt zum Landschaftserhaltungsverband vor allem eine Möglichkeit, sich wieder mit der Thematik der Streuobstwiesen zu befassen und hofft auf positive Synergieeffekte. "Es ist unabdingbar, sich mit den Nachbarkommunen auszutauschen und Projektplaner mit ins Boot zu holen." Auch für Sonja Hanselmann-Jüttner (SPD) überwiegen die Vorteile der Mitgliedschaft, weil man dann auf Expertisen des Verbandes zurückgreifen könne.

Schließlich entschieden sich die Mehrheitsverhältnisse am Stimmverhalten der AWV. Jürgen Hottmann sprach sich vorsichtig optimistisch aus: "Wir stimmen zu und hoffen, dass durch den Verband etwas bewirkt wird - im Vergleich zur Grünen Nachbarschaft", die ebenfalls euphorisch startete und jetzt ein bisschen verdorrt ist."

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