Sersheim Baumaßnahmen prägen das Ergebnis

MICHAELA GLEMSER 03.07.2014
Fast eine Punktlandung konnte der Sersheimer Kämmerer Matthias Hirner bei der Jahresrechnung 2013 erzielen. Die Bilanz, die von den Baumaßnahmen geprägt ist, reduziert jedoch das Finanzpolster.

Das finanzielle Guthaben der Gemeinde Sersheim schrumpft weiter. Auch 2013 musste Kämmerer Hirner die allgemeine Rücklage von rund 1,57 Millionen auf 893 368 Euro reduzieren. Geplant war lediglich eine Entnahme von 389 220 Euro. Zugleich hat sich auch der Schuldenstand von 82 667 Euro zu Beginn des Jahres 2013 auf 1,04 Millionen Euro am Jahresende erhöht. Ursache sind vor allem die Pflichtaufgaben. Die Kleinkindbetreuung musste ausgebaut und dafür ein Kredit in Höhe von einer Million Euro aufgenommen werden. Mit dem Bauhof und dem Feuerwehrgerätehaus muss die Gemeinde zwei weitere Baumaßnahmen stemmen, die sich im Haushalt niederschlagen.

So flossen 2013 insgesamt 2,03 Millionen Euro in Bauprojekte. Eigentlich hatte Kämmerer Hirner im Haushaltsplan noch mit 124 000 Euro mehr kalkuliert. Ähnlich stark wirkten sich die Personalkosten auf der Ausgabenseite aus: stattliche 2,07 Millionen Euro. Weitaus positiver stellten sich die Einnahmen aus Steuern und allgemeinen Zuweisungen dar, die auf der Habenseite des Verwaltungshaushalts mit 7,01 Millionen Euro, 46 000 Euro mehr als geplant, zu Buche schlugen. Demgegenüber konnten jedoch weniger Einnahmen aus Verwaltung und Betrieb erzielt werden. Im Etatplan waren sie noch um 75 000 Euro höher veranschlagt. Insgesamt lag dieser Wert 2013 bei 2,66 Millionen Euro. Weitere Abweichungen ergaben sich auch im Vermögenshaushalt, denn dort konnte Kämmerer Hirner bei den Grundstückserlösen mit 599 00 Euro rund 521 000 Euro weniger als geplant einnehmen.

In ihrem Gesamtergebnis jedoch zeigt die Jahresrechnung 2013 nur eine geringe Differenz gegenüber dem Etatplan. Im Verwaltungshauhalt unterscheiden sich die Einnahmen und Ausgaben nur um 37 943 Euro. Im Vermögenshaushalt beträgt die Abweichung 177 345 Euro. Dies sind 0,4 und 7,2 Prozent weniger als im Haushaltsplan. Dies war fast die viel beschworene Punktlandung, die Kämmerer Hirner mit seinen Finanzzahlen erreichen konnte. Dennoch mahnten die Gemeinderäte in der jüngsten Sitzung am vergangenen Freitag, künftig weiterhin solide zu wirtschaften.