Freiberg Baubeginn im September

Im ersten Abschnitt wird der Bahnhofsvorplatz links neben dem Freiberger Bahnhofsgebäude neu gestaltet.
Im ersten Abschnitt wird der Bahnhofsvorplatz links neben dem Freiberger Bahnhofsgebäude neu gestaltet. © Foto: Werner Kuhnle
Freiberg / Jörg Palitzsch 17.08.2017

Für die bauliche Neuordnung  der nördlichen Seite des Freiberger Bahnhofes  wurden Ende Juli die  Tief- und Straßenbauarbeiten vergeben. Zuvor hat der Gemeinderat Ende März grundsätzlich den Baubeschluss für die Umgestaltung des Bahnhofvorplatzes gefasst. Die zu überbauende Fläche ist in vier Bauabschnitte aufgeteilt, die nach und nach realisiert werden.

Für das ganze Areal des Umbaus ist eine Förderung durch das Land und den Bund möglich, so Bürgermeister Dirk Schaible. Dieser Förderzeitraum läuft allerdings nur noch bis Ende April 2018, daher müsse das Projekt schnellstmöglich umgesetzt werden. Die Baukosten für die ersten beiden Bauabschnitte, den Bahnhofsvorplatz und eine Buswendeschleife, belaufen sich auf mehr als zwei Millionen Euro.

Zunächst wird der erste Abschnitt, der zentrale Bahnhofsvorplatz, zwischen der Graf- Adelmann Straße und dem Bahnhofsgebäude, dem heutigen Gebäude der Volksbank Ludwigsburg, in Angriff genommen. Die überplante Fläche ist 3575 Quadratmeter groß. Der Vorplatz soll zuerst umgestaltet werden, da er das Stadtbild am stärksten prägt. Zunächst werden die Bushaltestellen verlegt, um den Fußgängerverkehr über die Straße zu reduzieren und stärker in Richtung Unterführung zu den Gleisen zu lenken. Die neuen Bushaltestellen werden behindertengerecht umgebaut. Des Weiteren sollen neue Fahrradabstellplätze und -boxen errichtet werden, um die Nutzung des Fahrrades in Freiberg attraktiver zu gestalten.

Neue Wendeschleife

Anschließend folgt der nächste Bauabschnitt, eine neue Buswendeschleife mit 890 Quadratmetern Fläche. Diese neue Schleife wird sich nach Fertigstellung zwischen dem Güterschuppen und der Ludwigsburger Straße befinden. Die bisherige Wendeschleife zwischen dem Güterschuppen und dem Gebäude der Volksbank soll dann  zu einem späteren Zeitpunkt entfallen, um die Situation zwischen den beiden Gebäuden zu entzerren. Die gesamten Baumaßnahmen, so Schaible, sollen im nächsten Jahr abgeschlossen sein. Die weiteren Bauabschnitte, wie etwa optionale Flächen für Parken und Außenanlagen, können zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt werden, wobei geklärt werden muss, wie es grundsätzlich mit dem Güterschuppen weitergeht. Die Nutzung als Kulturstätte hat sich, wie in der BZ berichtet, zerschlagen. Derzeit, so Dirk Schaible, werde von einem privaten Investor ein Konzept  für eine Nachnutzung erarbeitet, nach der Sommerpause könne man konkreteres dazu sagen.