Chris Burgmanns Liebe zu Irland und irischen Songs ist kein Geheimnis: Burgmann & Morscheck haben auf ihren Konzerten die traditionellen Melodien ebenso wie Eigenkompositionen im Repertoire. Eigentlich war es deshalb nur eine Frage der Zeit, bis sich der Ingersheimer Chris Burgmann dazu entschied, ein Notenbuch nur mit traditionellen irischen Melodien in einer Bearbeitung für Sologitarre herauszugeben.

Auf „Irish Traditionals“ sind 26 irische Jigs, Slip Jigs, Reels und Hornpipes, also rein instrumentale „Fiddle-Tunes“ zu finden. Alle Stücke sind in DADGAD-Stimmung eingespielt, die den typischen irischen Klang ergibt, den man sofort wiedererkennt. Neben den Noten-Arrangements findet sich auch eine CD mit allen Songs, auf der als Bonustrack noch weitere Jigs, Reels und Hornpipes mit Barockgitarre und Bass eingespielt wurden.

Inspiriert wurde Chris Burgmann zu diesem Soloprojekt von Ian Melrose, einem der bekanntesten Celtic-Gitarristen Europas, den er auf dessen Konzert in Böblingen traf. „Ich hatte Ian Melrose, dessen Musik ich seit Jahren kenne, noch nie vorher persönlich getroffen“, so Burgmann. Bei einem gemeinsamen Essen entstand die Idee zu dem irischen Notenbuch.

Hauseigenes Tonstudio

In seinem hauseigenen Tonstudio hat der Ingersheimer dann alle Stücke eingespielt, abgemischt wurde die CD von Ian Melrose, der für das Feintuning sorgte. Allerdings war es für Chris Burgmann auch „das Schwerste, das ich je eingespielt habe“, gibt er zu. „Das sind alles ziemlich schnelle Stücke, tatsächlich musste ich selbst die Songs erst einmal richtig üben.“ Deshalb sollten interessierte Gitarrenspieler auch schon einige Jahre Spielerfahrung haben, wenn sie sich an den Stücken versuchen möchten.

Das neue Gitarrenbuch ist – wie alle anderen Notenbücher von Peter Morscheck und Chris Burgmann auch – im Ama-Verlag erschienen und wird weltweit vertrieben. Angenehm überrascht haben Burgmann die vielen positiven Rückmeldungen, die ihn seit Erscheinen des Notenbuches auf Facebook erreichen. „Vor allem die Reaktionen aus Irland und Schottland haben mich besonders gefreut, denn das ist ja sozusagen ein Ritterschlag aus dem Herkunftsland der Songs.“

Da die Solo-Arbeit an dem Notenbuch so gut lief, kann sich Chris Burgmann vorstellen, weitere Projekte einzuspielen. Er sei zwar „ein Neuling im Aufnehmen“, aber „es hat einen riesigen Spaß gemacht, von vorn bis hinten ganz autark die Songs aufnehmen zu können“, so der Musiker.

Notenbuch für Laute

Seit 20 Jahren geben Chris Burgmann und Peter Morscheck zusammen Gitarrenbücher heraus. Besonders die „Ten Tickets“-Reihe sei weltweit sehr erfolgreich. Der erste Band soll demnächst als Jubiläumsband in einer Neuauflage überarbeitet werden, zusätzlich mit sechs neuen Stücken. In Planung sei auch ein Notenbuch für Barockgitarre und Laute, eine weitere musikalische Passion von Chris Burgmann.

www.morscheck-burgmann.de