Am Freitagabend hat das Ministerium für Soziales und Integration der Landesregierung zwei weitere Corona-Fälle im Landkreis Ludwigsburg gemeldet. Damit erhöht sich die Zahl der Infizierten von vier auf sechs.

Seit Freitagmittag läuft nun auch die zentrale Corona-Teststelle am Klinikum in Ludwigsburg. Unter Federführung des Gesundheitsamts wurde die Stelle als Reaktion auf die steigende Zahl an Verdachtsfällen eingerichtet.

In der Zeit von 12 bis 16 Uhr sind täglich jeweils ein Arzt und ein Helfer vor Ort, um – nach Voranmeldung – Verdachtsfälle zu testen. Die Ärzte haben sich freiwillig gemeldet, die Helfer stellt die Feuerwehr Kornwestheim. Die Teststelle hat einen separaten Eingang, um die anderen Patienten im Krankenhaus und der Notaufnahme nicht anzustecken. „Ein Vorteil an der Nähe zur Klinik ist, dass wir schwere Fälle gleich weiterbehandeln können“, erklärt Dr. Thomas Schönauer, Leiter des Gesundheitsamts.

Entlastung für Ärzte

Für die niedergelassenen Ärzte bedeutet die Teststelle eine Entlastung, weil sie bislang selbst alle Tests durchführen mussten. Dabei war vor allem die Materialknappheit bei Schutzkleidung ein Problem.

Ein niedergelassener Arzt hat in der Regel nur einen begrenzten Vorrat an Schutzkleidung und muss diese nach jedem Patienten wechseln.

Sollte der Andrang in Ludwigsburg zu groß werden, soll eine weitere Teststelle am Krankenhaus Bietigheim aufmachen. Dafür ist laut Schönauer schon alles vorbereitet. Der Mediziner sagt aber auch, dass es dazu auch das Personal brauche, also freiwillige Helfer und weitere Ärzte, die sich aber bislang schon stark engagierten. Frank Ruppert

Info Wer den Verdacht hat, an dem Coronavirus erkrankt zu sein, muss vor dem Test in Ludwigsburg unter der Telefonnummer (07141) 14 46 98 44 einen Termin ausmachen.