Protest Akw-Bauschutt: AVL kontert Vorwurf der Bürgerinitiative

Akw-Bauschutt: AVL kontert Vorwurf der Bürgerinitiative.
Akw-Bauschutt: AVL kontert Vorwurf der Bürgerinitiative. © Foto: Martin Kalb
Schwieberdingen / mart 10.11.2017

Der Protest geht weiter. Bislang vergeblich hatte sich die Bürgerinitiative „Interessengemeinschaft Deponien Schwieberdingen Horrheim“ gegen die Ablagerung von Bauschutt aus dem Neckarwestheimer Kernkraftwerk gewehrt. Das Bild zeigt eine große Protestaktion im Juli in Schwieberdingen. Spätestens nach einem Machtwort aus dem Landes-Staatsministerium in diesem Herbst ist so gut wie sicher, dass auch künftig freigemessener, also niedrigstrahlender Bauschutt, auf den Deponien des Landkreises entsorgt wird. Nun hat ein Sprecher der Initiative kritisiert, der Aufsichtsrat der kreiseigenen Abfallgesellschaft AVL habe insgeheim in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen, wie und wann der Bauschutt auf den eigenen Deponien aufgenommen werden soll – und damit die Öffentlichkeit bewusst ausgeschlossen. Von Seiten der AVL heißt es dagegen, dass die Ablagerung des freigemessenen Bauschuttes tatsächlich Thema in einer nicht-öffentlichen Sitzung war, dabei sei es aber lediglich um den Preis gegangen, den die AVL vom Kraftwerkbetreiber ENBW für die Lagerung des Schuttes verlangt. Die Preise würden auch künftig nicht öffentlich gemacht, da es sich um ein Geschäftsgeheimnis handle. Von Seiten der AVL wurde außerdem darauf hingewiesen, dass eine grobe Handlungsanleitung für die Aufnahme des Bauschuttes bereits existiere.  Diese hatte das Umweltministerium des Landes veröffentlicht.

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