Freiberg Aktionsbund in Freiberg gegründet: Verein will gegen zu viel Verkehr kämpfen

DL 29.06.2013
Im Februar hatte man schon mal einen Anlauf genommen, jetzt hat es geklappt: Am Mittwoch wurde der "Aktionsbund gegen Lärm und dicke Luft in Freiberg und Umgebung" gegründet.

Das interkommunale Verkehrskonzept von Freiberg, Ingersheim, Pleidelsheim und Bietigheim-Bissingen ist vom Tisch, auch der geplante Halbanschluss an die A 81 in Freiberg ist damit erst mal beerdigt. John Arnold, der Initiator des Vereins "Aktionsbund gegen Lärm und dicke Luft in Freiberg und Umgebung" will dennoch weiterkämpfen. Im Moment sei das Ganze vielleicht kein Thema mehr, das könne sich aber auch wieder ändern, sagt er. Am Mittwoch wurde daher im Prisma der Aktionsbund offiziell gegründet.

Bereits im Februar hätte es so weit sein sollen, seinerzeit fanden sich jedoch nicht genügend Mitglieder, wie Arnold sagt. Jetzt gibts zumindest mal einen Vorstand. An dessen Spitze steht Tom Spiegel, John Arnold macht den Stellvertreter. Oberstes Ziel des Vereins in den kommenden Wochen: Mitglieder akquirieren

Darüber hinaus will man sich freilich verstärkt für weniger Verkehr in der Stadt starkmachen. Dazu gehört für John Arnold auch, über ein Verkehrskonzept mit Ludwigsburg nachzudenken. 90 Prozent des Verkehrs gingen in Richtung der Barockstadt, stellt er fest. Gleichzeitig komme der meiste Durchgangsverkehr von Pleidelsheim. Dieser solle um Freiberg herumgeleitet werden, sagt Arnold. Sein Ziel: alle Ortsteile Freibergs für den Durchgangsverkehr zu sperren.

Erreichen will das Initiative mittels einer Umfahrung Freibergs parallel zur Autobahn im Westen. Eine Ostumfahrung und den Autobahnhalbanschluss lehnt man derweil ab, weil es nur noch mehr Verkehr bringe, glaubt Arnold. Morgens würden die Leute die A 81 nutzen, und abends sei die B 27 verstopft, dann gehe es wieder - über Freiberg - auf die Autobahn, stellt der frühere Gemeinderat fest.