Die Kreisjugendwoche ist in diesem Jahr mit einer Neuerung gestartet: Erstmals waren Kinder und Jugendliche aller Jugendhäuser im Kreis zu einem zentralen Treffpunkt eingeladen: nach Pleidelsheim. Bisher hatte es immer eine Art Rallye durch die Einrichtungen im Landkreis gegeben. „Aber die Rush Hour am Freitagnachmittag killt uns da“, sagt Judith Heintze von der Kreisjugendpflege im Landratsamt mit Blick auf den Verkehr.

Deshalb gab es am frühen Freitagabend zentral einen Stationenlauf, bei dem Jugendhäuser gegeneinander antraten. Danach wurden mit der sogenannten Toner-Transfer-Methode Schilder für die Einrichtungen gebastelt. Hierbei wird ein Holzbrett mit einer Mischung aus Kleister und Leim bestrichen. Dann wird ein frisch auf Papier ausgedrucktes Logo oder ein Schriftzug auf dieses Gemisch gepresst, sodass die Farbe auf das Brett abfärbt. Zum Abschluss wurde gegrillt.

Doch das war, wie gesagt erst der Anfang: Die Kreisjugendpflege und der Kreisverband der Jugendzentren Ludwigsburg veranstalten jährlich unter dem Motto „Lebenskunst – Fit für die Zukunft“ die kreisweite Jugendwoche. Aus einem von der Kreisjugendpflege zusammengestellten Veranstaltungspool konnten im Vorfeld Veranstaltungen gebucht werden. 160 kamen in diesem Jahr zusammen, berichtet Heintze. Das sei etwas weniger als zuletzt – und deutlich geringer als im Rekordjahr 2016 (260). Damals sei die Nachfrage durch viele junge Flüchtlinge sprunghaft angestiegen.  Nutzer der Angebote sind neben den Einrichtungen der offenen Jugendarbeit auch Schulen.

Angebote in 13 Kategorien gibt es in diesem Jahr. „Am besten gebucht ist die Kategorie ‚Soziale Kompetenzen’“ betont die Organisatorin. Bei Schulen sind zudem vor allem Veranstaltungen zu Medienkompetenz gefragt. „Das hat natürlich in den vergangenen zehn Jahren extrem zugenommen“, sagt Heintze.

Allgemein würden die Schulen durch den Ausbau der Schulsozialarbeit mittlerweile einen wesentlichen Teil der Anfragen ausmachen. „Minimum die Hälfte sind mittlerweile Schulklassen“, erklärt die Kreisjugendpflegerin. Steigendes Interesse zeigen die Schulen und Jugendhäuser auch an Aktionen zum Thema „Ernährung Natur und Nachhaltigkeit“. In diesem Jahr gibt dazu es beispielsweise einen Bienen-Vortrag sowie eine Bienen-Werkstatt, bei der jüngere Kinder selbst Bienenwachskerzen herstellen dürfen. „Das Bewusstsein für die Natur nimmt einen größeren Platz ein. Das spüren wir auch“, sagt die Kreisjugendpflegerin.

Einen regelrechten Ansturm gab es in diesem Jahr vonseiten der Grundschulen. „Für diese haben wir bisher vor allem Theater im Programm und wenig Erlebnispädagogisches. Da müssen wir schauen, dass wir das ausgeweitet kriegen bis zum nächsten Jahr“, betont Heintze.

Allgemein werde versucht, für alle Altersklassen bis 21 etwas anzubieten. „Wir haben dieses Jahr beispielsweise auch ein Fahrsicherheitstraining.“ 51 Einrichtungen hat die Kreisjugendpflege dieses Jahr mit ihrem Angebot erreicht, rund 2500 Kinder dürften somit am Programm teilnehmen. „Wir sind froh, dass der Kreisverband der Jugendzentren uns sehr unterstützt – finanziell und auch durch Mitdenken“, hebt Heintze hervor.

Kreisverband als Heimwerkertrupp


Ein besonderes Angebot bietet der Kreisverband der Jugendzentren an: Unter dem Slogan „Rent the Kreisverband“ können Mitarbeiter gemietet werden. Diese helfen dann in Jugendhäusern bei Renovierungsarbeiten, beim Streichen, bei organisatorischen Aufgaben und anderen Dingen – für zirka drei Stunden. Weitere Infos zum Kreisjugendverband online. msc

www.landkreis-ludwigsburg.de