Die Kfz-Zulassung des Landratsamts leidet unter der Corona-Krise. Das spüren sowohl die Mitarbeiter der Zulassungsstelle als auch ihre Kunden. Die Schwierigkeiten haben mehrere Ursachen, zu denen der Landkreis in einer Mitteilung Stellung nimmt. Die Kreisverwaltung arbeite intensiv an einer Verbesserung der Situation, versichert sie darin.

Für die Bearbeitung der Zulassungen stehen im Kreishaus 46 Stellen zur Verfügung. Aktuell seien sechs Stellen unbesetzt, die Personalsuche läuft. Hinzu komme ein hoher Krankenstand. In der Summe sei es  dadurch zu einem erheblichen Personalausfall gekommen, erläutert der Landkreis die Probleme.
Problematisch sei auch, dass manche Kunden Termine vereinbaren und dann nicht zum Termin erscheinen. Die Kreisverwaltung stellt zudem fest, dass teilweise Termine vereinbart werden und gleichzeitig die Zulassung an einen Zulassungsdienst übergeben wird. In beiden Fällen werden Termine unnötig blockiert.
Aufgrund der aktuellen Probleme mit der zentralen Online-Terminvergabe  wird der Landkreis die Terminvergabe auf ein anderes System umstellen, kündigt er an. Die vorbereitenden Arbeiten stehen kurz vor dem Abschluss, die Landkreisverwaltung rechnet damit, dass die Software für die neue Online-Terminvergabe bis in zwei Wochen einsatzbereit ist. Dann soll auf einen Blick ersichtlich sein, welche Termine noch frei sind.
Parallel werde die Öffnung von Außenstellen vorbereitet. Dies werde umgesetzt, sobald es die Personalkapazitäten erlauben. Auch bei den Außenstellen wird ein Besuch nur mit einem vorab vereinbarten Termin möglich sein.

Gesonderte Schalter

Aktuell findet keine unmittelbare Bearbeitung der Zulassungsanträge statt, sondern die Kunden geben ihre Unterlagen ab und können entscheiden, ob sie die Unterlagen wieder abholen oder sich per Post und ohne Mehrkosten zusenden lassen. Für die Abgabe der Anträge wurden gesonderte Schalter eingerichtet, die Abholung erfolgt außerhalb der Räume der Zulassungsstelle an zwei Ausgabecontainern, erläutert das Landratsamt.

Gewerbliche Kunden (Autohäuser und Zulassungsdienste) können jeden Vormittag von 7.30 bis 12 Uhr Zulassungsanträge abgeben. Sobald die Anträge fertig bearbeitet sind, erhalten die Kunden eine Mitteilung und können die fertigen Unterlagen abholen. In der Regel kann eine Bearbeitungszeit von einem Werktag, maximal zwei Werktagen eingehalten werden.
Privatkunden können online einen Termin für die Abgabe der Zulassungsanträge vereinbaren. Die Terminvergabe ist längstens zwei Wochen im Voraus möglich.
Die Räume der Zulassungsstelle dürfen nur zu dem vereinbarten Termin betreten werden, der Zugang wird über einen Sicherheitsdienst geregelt. Die Kunden geben an eigens dafür eingerichteten Schaltern ihre Anträge ab. Auch bei privaten Kunden kann in der Regel eine Bearbeitungszeit von einem Werktag, maximal zwei Werktagen eingehalten werden.
Während der gesamten Pandemie gab es keine komplette Schließung der Kfz-Zulassung, nur die Außenstellen wurden geschlossen. Bis 10. April habe das Personal im Schichtbetrieb gearbeitet, ab 14. April war das komplette Personal im Einsatz. Aktuell werden pro Tag rund 350 Termine für Privatkunden vergeben, zusätzlich werden jeden Tag rund 300 Zulassungsanträge der gewerblichen Kunden bearbeitet. Insgesamt werden pro Tag bis zu 1100 Vorgänge bearbeitet.