Ingersheim „Wohnen Plus“ stellt sich vor

Gut besucht war der Seniorennachmittag der Gemeinde Ingersheim am Mittwoch in der Gemeindehalle. Es gab viele Informationen über das Projekt „Wohnen Plus“.
Gut besucht war der Seniorennachmittag der Gemeinde Ingersheim am Mittwoch in der Gemeindehalle. Es gab viele Informationen über das Projekt „Wohnen Plus“. © Foto: Richard Dannenmann
Ingersheim / Gütnher Jungnickl 06.09.2018

Gebaut wird schon kräftig am Projekt „Wohnen Plus“ in der Wilhelmstraße auf dem ehemaligen Cramer-Wanner-Gelände. Und gleich daneben entstehen elf altengerechte Eigentumswohnungen samt einer Tiefgarage, einem Bau des Pleidelsheimer Immobilienunternehmens Paulus. Es tut sich derzeit viel in Sachen Senioren – und deshalb tat Bürgermeister Volker Godel gut daran, dass er zum traditionellen Gemeinde-Seniorennachmittag gleich auch die Evangelische Heimstiftung mit der künftigen Hausdirektorin Kerstin Wulle (die bereits das Karl-Ehmer-Stift leitet), Ute Dänzer (die für die 15 Tagespflegeplätze zuständig sein wird) und Regionaldirektor Peter Hettig, dazu einlud, um das Projekt zu erläutern.

Zuerst gab es an diesem frühen Nachmittag erst einmal Kaffee und Kuchen, damit sich die Senioren stärken konnten, bevor der Bürgermeister das Wort ergriff und die Ehrengäste um die beiden Landtagsabgeordneten Daniel Renkonen (Grüne) und Fabrian Gramling, sowie Ex-Bürgermeister Martin Maier begrüßte. Er freute sich über die „sehr gut gefüllte ehrwürdige“ SKV-Halle und stellte das geplante Programm vor. Doch recht schnell kam er anschließend zur Sache, als er die drei Gäste von der Evangelischen Heimstiftung bat, ihr Vorhaben „Residenz Ingersheim“ zu erläutern.

„Völlig neues Konzept“

Das Unternehmen sei der demographischen Entwicklung zu verdanken, bekannte Regionaldirektor Hettig, als er begann, das „völlig neue Konzept“ der Heimstiftung vorzustellen. Dabei geht es um nicht weniger als 32 autarke barrierefreie Mietwohnungen zwischen 32 und 60 Quadratmeter (damit auch Paare dort einziehen können, wenn einer von ihnen Pflegebedarf hat) und dazu noch 15 Pflegeplätze. Denn Zielgruppe sind Senioren mit Pflegegrad.

Sie erwartet in diesem Haus, das Anfang 2020 fertig sein soll, nicht nur Wohnen, Pflege und ein Quartierstreff, sondern auch als Alternative zum Pflegeheim herkömmlicher Art frei nach dem Motto „ambulant vor stationär“ auch „Aladien“, der technische Dienstbote. Er kann der per Sensoren nicht nur selbstständig Rollläden betätigen, sondern auch erkennen, wenn jemand gestürzt ist, der Herd immer noch an ist oder auffällige Stille in der Wohnung herrscht. Das Ganze aber unter der Devise, dass auch ältere Menschen noch ein selbstbestimmtes Leben führen und am gemeindlichen Leben teilhaben können, allerdings unter geteilter Verantwortung.

Auch Gebietsleiterin Ute Dänzer stellte sich vor, denn ihr obliegen bereits in Bietigheim-Bissingen und Besigheim die Tagespflegeplätze. In Zukunft kommen noch die 15 Plätze in der „Residenz Ingersheim“ mit Pflege, Betreuung und Hauswirtschaft sowie einem mobilen Mittagstisch. Kerstin Wulle ist kaum noch aus Ingersheim wegzudenken, denn sie ist seit Jahren schon Hausherrin des Karl-Ehmer-Stift und soll vermutlich ab dem Jahr 2020 auch noch „Wohnen Plus“ übernehmen. Ob denn das nicht ein bisschen viel sei, wollte besorgt eine ältere Dame in der Diskussion wissen. Aber die quirlige Heimleiterin wiegelte lachend ab und versprach, das Ehmer-Stift im Zweifelsfalle nicht fallenzulassen.

Nach dieser Informationstour kam aber das bereits angekündigte Unterhaltungsprogramm zu seinem Recht. Und das gestaltete der Handharmonikaverein Markgröningen und sein „Feierabendorchester“ mit viel Musik und Sketchen. Unter anderem natürlich auch zum Thema Schäferlauf. Zum Abschluss gab es dann sogar noch ein kleines Vesper, wieder von der Mittwochs-Kaffegruppe kredenzt, die sich ausschließlich aus ehrenamtlich tätigen Damen zusammensetzt.

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