Tägliche Kolumne „Das beste Beispiel ist...“

Heidi Vogelhuber 10.07.2018

Ich war am Sonntag mit Freunden gemütlich brunchen, als wir auf das Thema inflationär verwendete Sätze und Füllwörter zu sprechen kamen. „Das Problem ist, dass...“ sei ein häufig gesagter Satzanfang, der etwas sehr Negatives in sich trage und deshalb vermieden werden sollte, meinte die eine. Ihr Chef sage das andauernd. Die andere stellte daraufhin fest, dass ihr Freund immer den sinnvollen Satz „Das beste Beispiel ist zum Beispiel“ verwende. Nachdem diese Feststellungen ausgesprochen waren, war’s um uns geschehen. Plötzlich fiel uns gegenseitig aneinander auf, was wir oft sagen. „Das Problem daran ist, dass man das schon automatisch sagt, ohne darüber nachzudenken.“ Alle brachen in schallendes Gelächter aus. Je mehr wir versuchten besagte Wendungen zu meiden, desto häufiger rutschten sie uns raus. Tatsache ist, dass einem immer nur die sinnfreien Satzanfänge und Füllwörter der anderen auffallen, nie aber die eigenen. Ich persönlich benutze solche Floskeln natürlich nicht.

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