Vermittlung 354 Flüchtlinge in Praktikum oder Ausbildung

Stuttgart / bz 13.02.2018

Mehr als 350 Flüchtlinge hat die IHK Region Stuttgart seit Beginn des vom Land  geförderten „Kümmerer-Projekts“ in Praktika oder Ausbildung vermittelt. Nach und nach zeige sich, dass immer mehr Flüchtlinge auch bei der Fachkräftesicherung eine wichtige Rolle spielen, heißt es in einer Mitteilung der IHK Region Stuttgart. Von den im vergangenen Jahr bei den zwölf IHK­en in Baden-Württemberg rund 45 500 neu eingetragenen Ausbildungsverträgen wurden mehr als 1150 mit Flüchtlingen abgeschlossen.

Viele Kammern im Südwesten  haben seit dem Projektstart 2016 für die sogenannten „Kümmerer“ Platz gemacht und geförderte Stellen geschaffen. Allein bei der IHK Region Stuttgart werden drei „Kümmerer“-Stellen in den Bezirkskammern Böblingen, Göppingen und Ludwigsburg durch das Programm gefördert. Eine weitere Stelle bei der IHK-Bezirkskammer Rems-Murr ist bewilligt. Der Aufgabenschwerpunkt der „Kümmerer“ liegt insbesondere darauf, junge Flüchtlinge zu betreuen, mit ihnen gemeinsam einen geeigneten Start ins Arbeitsleben zu finden und sie auf ihrem Weg in und während der Ausbildung zu begleiten.

222 Praktika in der Region

Die „Kümmerer“ der IHK Region Stuttgart konnten nach IHK-Angaben seit März 2016 insgesamt 68 geflüchtete Jugendliche und junge Erwachsene in eine Ausbildung vermitteln, 222 bekamen eine Praktikumsstelle und fast 38 wurden in eine Einstiegsqualifizierung vermittelt. Dabei handelt es sich um ein sechs bis zwölf Monate andauerndes Praktikum, bei dem bereits Teile einer Ausbildung absolviert werden. In den meisten Fällen wird der Praktikant anschließend in eine duale Ausbildung übernommen.

Auch wurden von den „Kümmerern“ bisher 26 Flüchtlinge in eine Beschäftigung mit der Option auf Ausbildung vermittelt. Weitere seien an weiterführende Schulen oder Hochschulen vermittelt worden, heißt es.

„Wir begrüßen sehr, dass die Wirtschaftsministerin des Landes inzwischen die Fortsetzung des Förderprogramms bis Ende 2019 mit 3,5 Millionen Euro zugesichert hat“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Johannes Schmalzl in Stuttgart. „Davon profitieren die vielen Ausbildungsbetriebe im Land, die sich dafür geöffnet haben, auch geflüchteten Menschen in der Ausbildung eine Chance zu geben“, so Schmalzl.

Der Großteil der bislang betreuten Flüchtlinge kommt nach Landesangaben aus den Herkunftsländern Syrien (44 Prozent), Afghanistan (16 Prozent), Irak (8 Prozent), Eritrea (6 Prozent) und Iran (4 Prozent).

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