Schienenverlegung Symbolischer Gleisbau: Grünen-Politiker demonstrierten für Brenzbahn-Ausbau

Grüne packen an fürs zweite Brenzbahngleis.
Grüne packen an fürs zweite Brenzbahngleis. © Foto: Privat
Rammingen / HZ 12.08.2017
Grünen-Politiker organisierten an der Kreisgrenze eine symbolische Aktion.

An der Grenze Heidenheim/Alb-Donau-Kreis zwischen Niederstotzingen und Rammingen packten Grünen-Politiker kräftig zu, um ein symbolisches zweites Gleis zu verlegen.

Aus dem Kreis Heidenheim, dem Alb-Donau-Kreis und aus Ulm waren sie gekommen, um der Erfordernis eines partiellen zweigleisigen Ausbaus der Brenzbahn Nachdruck zu verleihen – unterstützt vom bahnpolitischen Sprecher der grünen Bundestagsfraktion, Matthias Gastel. „Dass die Brenzbahn nicht in den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) aufgenommen wurde, ist ein Desaster“, so die grüne Bundestagskandidatin Margit Stumpp.

Bund hat Verantwortung

Es sei nicht nachvollziehbar, dass sich der Bund seiner finanziellen Verantwortung für die Schienen-Infrastruktur besonders im ländlichen Raum immer mehr entziehe, so die Politiker. Es bestehe eine Deckelung von 333 Millionen Euro pro Jahr über alle Länder für bedeutsame Verkehrsinvestitionen der Gemeinden.

Seit 20 Jahren seien die Mittel nicht erhöht worden, so Matthias Gastel. „Wieviel davon in jedes Land und an eine einzelne Kommune fließt, ist noch unklar. Eine Deckelung bedeutet zudem über die Jahre eine reale Minderung des zur Verfügung stehenden Betrages“, ergänzte Landtagsabgeordneter Martin Grath. Rammingens Bürgermeister Karl Häcker sagte: „Eine weitere Kostenbeteiligung können wir nicht stemmen.“

Fazit der „Schienenaktivisten“: Die Hinhaltetaktik der Bahn, die unter anderem immer wieder andere Gutachten verlange, müsse unterbrochen werden. Die Brenzbahn müsse im Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden.