Landkreis / HZ

In ihrer jüngsten Steuerungsgruppensitzung beschloss die Leader-Aktionsgruppe Brenzregion, EU-Zuschüsse für drei Maßnahmen – eine kommunale und zwei private – in Höhe von insgesamt rund 357 000 Euro zu vergeben, heißt es in einer Pressemitteilung. Hinzu kamen noch Landesmittel in Höhe von 105 312 Euro.

Die Gemeinde Lonsee beabsichtigt, im Zentrum „An der Lone“ eine Gewerbeeinheit im Rohbau zu erwerben und zu einer Gastronomie auszubauen. Neben dem Erwerb des Rohbaus wird auch der Ausbau beantragt. Die Gastronomie soll der heimischen wie auch der umliegenden Bevölkerung als zentraler Treffpunkt für Begegnung, Kommunikation, Identifikation und Genuss dienen. Das Projekt verbessere und stärke die kommunale Infrastruktur und erweitere das Tourismus-, Kunst- und Kulturangebot in der Brenzregion, wurde mitgeteilt.

Nora Schmid und Matthias Morbach aus Lindenau beantragten Fördermittel zur Errichtung von drei Ferienwohnungen. Das von der Steuerungsgruppe beschlossene Projekt soll im Lonetal nur wenige Gehminuten vom Fundort des „Löwenmenschen“ entfernt umgesetzt werden.

Um neue Potenziale im Gastronomiegewerbe zu nutzen und den touristischen Anforderungen gerecht zu werden, beabsichtigt Familie Hezler aus Reutti die Neuausrichtung ihres Gastronomiebetriebs und die Umnutzung von Kegelbahnen zu Ferienwohnungen.

Außerdem habe man die detaillierte Planung eines transnationalen Kooperationsprojekts mit einer französischen Leader-Region zum Thema Eiszeitkunst und Archäologie beschlossen.

Wie die Geschäftsführerin der Aktionsgruppe Brenzregion, Hester Rapp- van der Kooij, deutlich machte, steht für dieses Jahr – das letzte in der aktuellen Förderperiode – noch „eine weitere ordentliche Summe“ zur Verfügung. „Und diese Summe wollen wir natürlich der Brenzregion zugutekommen lassen.“ Die nächste Sitzung der Steuerungsgruppe sei für 19. Juli geplant. Das Budget zum Projektaufruf werde voraussichtlich bei rund 500 000 Euro liegen.. Anträge und Projektideen würden in der Geschäftsstelle schon jetzt entgegengenommen. Eingereicht werden können Projektanträge für die Themenbereiche Lebensqualität gemeinsam gestalten, Qualifizierung für alle ermöglichen, Chancen für Frauen verbessern sowie Natur- und Kulturerbe profilieren.