Handwerk Zimmerer jubeln über Aufträge

„Was tun, wenn der Chef ausfällt?“ Die Zimmerer-Innung Heidenheim um den Vorsitzende Wolfgang Junginger (rechts) hatte zu ihrer Hauptversammlung Thomas Schäfer von Holzbau Baden-Württemberg eingeladen, der über mögliche Notfallpläne aufklärte.
„Was tun, wenn der Chef ausfällt?“ Die Zimmerer-Innung Heidenheim um den Vorsitzende Wolfgang Junginger (rechts) hatte zu ihrer Hauptversammlung Thomas Schäfer von Holzbau Baden-Württemberg eingeladen, der über mögliche Notfallpläne aufklärte.
Nattheim / 16.05.2013
Auftragslage, Ausbildungsmarkt, Notfallplan: Breit gefüllt war die Themenpalette, die bei der Hauptversammlung der Zimmerer-Innung diskutiert wurde.

Auf Einladung von Obermeister Wolfgang Junginger trafen sich die Mitglieder Heidenheimer Innung in der Brauereigaststätte Ochsen in Nattheim.

Junginger ging zunächst auf eine aktuelle Konjunkturumfrage im Zimmererhandwerk ein. Demnach ist die wirtschaftliche Situation noch besser als im Vorjahr. Mehr als 91 Prozent der Zimmerer haben eine gute Auftragslage und profitieren von der starken Nachfrage nach energetischer Sanierung. Zwei Drittel aller Betriebe sind mit den erzielbaren Preisen zufrieden, 90 Prozent der Befragten geben an, dass die Zahlungsmoral der Kunden in Ordnung sei.

Auch die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe lässt nicht zu wünschen übrig. Die Zahl der Mitarbeiter ist gegenüber dem Vorjahr ebenfalls leicht gestiegen. Den Zimmereibetrieben gehe es zur Zeit gut, sagt Junginger. Das möge am besten so bleiben.

Thomas Schäfer vom Holzbau Baden-Württemberg aus Ostfildern referierte im Anschluss zum Thema „Was passiert, wenn der Chef ausfällt?“ Schäfer empfiehlt das Anlegen eines Notfallordners, in dem alle notwendigen Unterlagen systematisch gesammelt werden. Private und betriebliche Vollmachten sollten darin einsortiert sein, auch Betreuungs- und Patientenverfügungen sollten darin Platz finden.

Ein wichtiges Thema sei auch die Dokumentation betrieblicher Abläufe, so Schäfer. Die Frage der Nachfolgeregelung müsse notfalls geklärt werden. Neben den Familienmitgliedern könnten auch langjährige Mitarbeiter im Krisenstab mithelfen.

Schäfer konnte von einem Fall berichten, bei dem Innungsmitglieder trotz der bestehenden Konkurrenzsituation eingesprungen sind und den betroffenen Betrieb retteten.

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