Nattheim Viele Ideen für Sanierung des Ramensteinbads in Nattheim

Wer weiß, wie künftig der Blick vom Startblock ins Becken des Ramensteinbades aussehen wird. Ideen für eine Sanierung gibt es viele, die Entscheidung steht aber noch aus.
Wer weiß, wie künftig der Blick vom Startblock ins Becken des Ramensteinbades aussehen wird. Ideen für eine Sanierung gibt es viele, die Entscheidung steht aber noch aus. © Foto: Markus Brandhuber
Nattheim / Joelle Reimer 03.07.2018
Ein neuer Eingangsbereich, eine neue Gebäudehülle, neue Technik, Innenausstattung und ein neuer Sanitärbereich, neue Brandschutzmaßnahmen und ein neues Heizungs- und Elektrosystem.

Die Liste der Dinge, die im Nattheimer Ramensteinbad bei einer möglicherweise in den nächsten Jahren anstehenden Sanierung in Angriff genommen werden müssten, ist lang. Und sie ähnelt durchaus der Liste, die auch im Vorfeld des Umbaus der Heidenheimer Aquarena entstanden ist.

Entscheidung steht noch aus

Entschieden ist bezüglich des Nattheimer Bades natürlich noch nichts. Zwar gibt es seitens der beiden Fraktionen im Gemeinderat jeweils eine Tendenz – und zwar die, das Bad zu erhalten und zu sanieren – doch die endgültige Entscheidung muss erst noch gefällt werden. „Das könnte durchaus noch länger dauern. Wir als Gemeinde sind ja an gesetzliche Vorgaben gebunden und können so ein Vorhaben nicht von heute auf morgen umsetzen“, sagt Matthias Hauf, Hauptamtsleiter der Gemeinde Nattheim. Außerdem stehe man in der Sache glücklicherweise nicht unter Zeitdruck.

Sollte letztendlich aber eine Sanierung im Raum stehen, bestünde die Möglichkeit, dass sich die Gemeinde Nattheim mit den Stadtwerken Heidenheim genau den Partner an die Seite holt, der auch bei der Sanierung des Heidenheimer Bades verantwortlich war. „Bei unserer Auftaktveranstaltung zur Jubiläumsfeier des Bades wurde signalisiert, dass die Stadtwerke uns helfen könnten“, sagt Bürgermeister Norbert Bereska.

Wie eine solche Hilfe aussehen könnte, das präsentierten Dieter Brünner, Erich Weber und Jürgen Knobloch von den Stadtwerken in der jüngsten Gemeinderatssitzung, denn sie haben bereits erste Vorstellungen bezüglich einer Sanierung des Ramensteinbades ausgearbeitet.

„Wir haben Erfahrung in diesem Bereich“, so Weber; die Stadtwerke in Form des Tochterunternehmens Hellenstein Generalbau GmbH saniere aktuell zwei Bäder: das in Heidenheim und ein Freizeitbad in Rothenburg ob der Tauber. „Wir haben ein eigenes Baubüro und sind deutschlandweit aktiv. Es geht uns um die Sanierung, Modernisierung und Attraktivierung der Bäder“, so Weber. Bereits seit vier Jahren sind die Stadtwerke in dieser Sparte tätig.

Sanierung über drei bis vier Jahre

Denkbar wäre ihm zufolge eine Planung im Jahr 2019 und ein Baubeginn 2020 – abhängig davon, wann die Entscheidung gefällt wird. Etwa drei bis vier Jahre lang würde dann abschnittsweise im laufenden Betrieb saniert. „So gibt es keine großen Ausfälle. Man hat lediglich jährlich eine Schließzeit von vier Wochen für all diejenigen Arbeiten, die bei Betrieb nicht gemacht werden können“, erklärte Weber. Der Kosten- und Zeitrahmen könne außerdem vertraglich garantiert werden.

Ideen jedenfalls gibt es genügend. Über die Sanierung hinaus würde es auch darum gehen, ob ein Saunabereich Sinn machen würde, wie die Bewirtung ablaufen könnte und ob ein Austausch von Fachpersonal im Bäderbetrieb bei Engpässen möglich wäre. All diese Anregungen sollen nun zunächst nicht-öffentlich im Gemeinderat und eventuell in einer gesonderten Klausurtagung weiter diskutiert werden.

Bäder: Ein Problem, unterschiedliche Lösungen

Das Ramensteinbad in Nattheim ist nicht das erste Bad im Kreis Heidenheim, das vor der Entscheidung steht: investieren oder schließen.

In Herbrechtingen stellte man die Weichen im Jahr 2002 voll in Richtung Investition: 4,7 Millionen Euro wurden ins Jurawell-Bad gesteckt.

In Niederstotzingen hingegen fand das Lonido nach 44 Betriebsjahren am 10. Juni 2011 ein Ende. Grund waren hier vor allem fehlende Badegäste.

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