Fragen Bürgermeisterwahl in Gerstetten: Das wollten die Bürger wissen

Kreis Heidenheim / Nadine Rau 12.01.2018
Roland Polaschek und Thomas Junginger standen den Bürgern bei der Kandidatenvorstellung Rede und Antwort.

Viele Eltern müssen ihre jugendlichen Kinder nachts abholen, weil die Verbindungen so schlecht sind. Wie wollen Sie das ändern?

Thomas Junginger: Ich möchte mit den Gerstettern einen „Verein Bürgerbus“ gründen. Dann gibt es registrierte Fahrer, etwa noch rüstige Rentner, und einen Beförderungsplan. Der Bus könnte abends ab 19 Uhr stündlich von hier weg fahren und nachts bis circa zwei Uhr zurückfahren.

Roland Polaschek: Der ÖPNV ist immer ein Thema. Aber wir müssen auf dem Teppich bleiben, eine neue Buslinie würde zu viel kosten. Vielleicht können wir mit Carsharing und E-Mobilität etwas in dem Bereich erreichen.

Wie sieht Gerstetten 2026 aus?

Junginger: Wir haben eine funktionierende Kinderbetreuung, haben Familien angelockt, haben eine gut aufgestellte Schule, einen Bürgerbus, neue Industrieansiedlungen, schnelles Internet, glückliche Senioren, eine neue Bücherei und ein gutes Verhältnis untereinander.

Polaschek: Wir haben in Gussenstadt eine neue Halle mit Kindergarten und einer tollen Außenanlage, der ganze Teilort wird mit Nahwärme versorgt, die vor Ort erzeugt wird, wir wollen auch in den anderen Teilorten Nahwärme und Glasfaser voranbringen, wir wollen Eigentümer der Glasfaserinfrastruktur sein, die Georg-Fink-Halle wird saniert sein, Dettingen hat seine sanierte Halle – und ich kann bereits am 16. Januar über eine tolle Neuansiedlung im Gewerbe- und Industriepark sprechen.

Was planen Sie konkret in puncto Gemeindewerke für Gerstetten?

Polaschek: Wir haben junge Fachkräfte direkt von der Hochschule im Rathaus, die das anpacken. Wir wollen sukzessiv die Gemeindewerke aufbauen und bei Nahwärme, Breitband und E-Mobilität vorankommen.

Junginger: Mein Hauptaugenmerk für die Gemeindewerke liegt auf dem schnellen Internet, wir brauchen Glasfaser für alle bis möglichst ans Haus, dass Anwohner bleiben und sich Firmen ansiedeln.

Wie sieht es mit einem Kunstrasenplatz für unsere Vereine aus?

Junginger: Ich bin für den Kunstrasenplatz. Die Gemeinde sollte Sponsoren suchen und als vermittelnde Instanz zwischen den Vereinen stehen, der Platz soll nicht einem von ihnen gehören. Wo genau man das umsetzen kann, muss man sehen, wichtig ist, dass wir das Miteinander im Blick behalten.

Polaschek: Wir hatten Heldenfingen als Standort im Blick, da will der VfL Gerstetten nicht hin. Die Lösung wäre der alte Platz an der Altheimer Steige. Wir als Gemeinde können bei der Zuschussfindung helfen, was die Gemeinde aus eigener Kasse zahlt, entscheidet der Gemeinderat.

Den vollständigen Bericht über die Kandidatenvorstellung lesen Sie hier.

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