Heiliger Bimbam Wie eine Glocke gegossen wird

Schillers Lied von der Glocke: Das Gedicht beschreibt genau den bis heute unveränderten Prozess der Glockenherstellung.
© Foto: Arthur Penk
Ummantelt von unterschiedlichen Lehmschichten wartet die Form auf den Guss.
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Glockenrippen an der Wand. Welche Bedeutung diese haben, erklärt Albert Bachert im Video.
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Früher freilich gab es keine Maschinen zum Mischen des Lehms.
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Viel Staub und Dreck beim Guss der Glocken.
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Das Lager der Glockengießerei Bachert: Holzkohle, Lehm, Stroh. Alles wie vor Jahrhunderten.
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Auch Pferdemist gehört in die Lehmmischung.
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Eine Glocke wird aus ihrem Lehmmantel befreit und anschließend gereinigt.
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Das Holz für die Glockenjoche muss mehrere Jahre lagern und trocknen.
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Fertige Glockenjoche – diese stellt die Firma Bachert auch selbst her.
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Bei den Glockenstühlen heißt es inzwischen zurück zu den Wurzeln: Holz klingt einfach besser als der im letzten Jahrhundert häufig verwendete Stahl.
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Ein Schmelztigel und Haltestangen für die heiße Glockenspeise.
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Am Ende werden die bronzenen Glocken gereinigt, poliert und abgestimmt.
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Barren mit Zinn.
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Negative für die Verzierung: In die Formen kommt Wachs, das anschließend auf die "falsche Glocke" kommt. Genaueres erklärt Albert Bachert in unserem Film.
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Der Kern der Glocke wird gemauert, dann kommen Lehmschichten drauf. Darunter entfacht man zum Trocknen ein Feuer.
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Die oberste Lehmschicht wird aufgebracht. Im Hintergrund der Ofen mit 1080° heißer Bronze.
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Glockenformen warten aufs "Einmauern" in der Erde.
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Mit Fichtenstämmen wird das flüssige Metall gerührt. Es ist übrigens viel flüssiger als Wasser und etwa achtmal schwerer.
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Eine Probe, wie sich das Metall verhält – gleich kann der Guss losgehen.
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Passt alles? Der Guss kann losgehen. Die Mitarbeiter besprechen sich.
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Im Museum der Firma Bachert wird auch eine Glocke ausgestellt, die für die Olympischen Spiele in Barcelona 1992 gegossen wurde.
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Die Glocke für Barcelona klang aber zu tief, daher blieb sie ein Ausstellungsstück. Der Klang ist trotzdem schön.
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Metallgerippe geben die erste Form, auf die Steine aufgemauert werden. Die Glockenform muss enormen Kräften standhalten.
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Die Glockengrube mit acht eingegrabenen Glockenformen kurz vor dem Guss.
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Vor dem Guss versammeln sich Besucher der Kirchengemeinden, für die die Glocken gegossen werden. Rechts im Bild Albert Bachert, der in 7. Generation Glocken gießt.
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Ein Gebet vor dem Guss: "Denn der Segen kommt von oben" – weiß man ja von Schillers Lied.
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Los geht's: nach und nach füllt die flüssige Bronze die acht Formen im Boden. Jetzt darf nichts schief gehen.
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Teamarbeit, jeder Handgriff muss sitzen. Wenn das Metall erstmal fließt, hat man keinen zweiten Versuch.
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Nach dem Guss müssen die Formen noch mehrere Wochen abkühlen. Ob die Glocke was geworden ist, weiß man erst am Ende.
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Karlsruhe / 30. Mai 2017, 16:11 Uhr
Serie

„Heiliger Bimbam“: Grundlagenforschung bei der Glockengießerei Bachert in Karlsruhe

Man sieht sie nicht – aber sie sind weithin zu hören. Kirchenglocken erklingen in jeder Stadt und in jedem Dorf, manche davon schon seit vielen Jahrhunderten. Die ältesten noch erhaltenen Exemplare im Landkreis betrachten wir im Rahmen einer Serie, die unsere Glöckner heute aus Gründen der Grundlagenforschung zunächst einmal in die Glockengießerei Bachert nach Karlsruhe führt.