Brenz Draufgeblickt (13): Das kleine Brenz vom großen Verkehr befreit

Brenz / Laura Strahl 14.08.2018
Dank B-492-Umfahrung und Osttangente wird heute viel weniger Verkehr durch Brenz geleitet.

An so manche Veränderung gewöhnt man sich schnell. Zum Beispiel daran, dass man dank der B-492-Erweiterung auf dem Weg in den bayerischen Nachbarlandkreis Dillingen nicht mehr durch Brenz fahren muss, sondern bequem daran vorbei. Und auch die Tatsache, dass seit dem Bau der Osttangente weniger (Schwerlast-)Verkehr durch die Sontheimer Hauptstraße rollt, werden die Sontheimer nicht mehr missen wollen.

Dabei ist es noch gar nicht allzu lange her, dass die beiden Straßenbauprojekte fertiggestellt worden sind. Die Umgehung zwischen Brenz und Medlingen etwa wurde erst 2012 eingeweiht, also vor gerade einmal sechs Jahren. Darüber nachgedacht wurde freilich schon viel länger. Bereits Anfang der 2000er war die Umgehungsstraße, die im Bayerischen auf die B 16 trifft, im Gespräch.

Bis zur Umsetzung des rund elf Millionen Euro teuren Vorhabens dauerte es dann aber noch etliche Jahre: Offizieller Spatenstich für den rund fünf Kilometer langen Abschnitt (davon 2,8 auf baden-württembergischer Seite) war nach einigem Hin und Her erst im Juli 2009.

Drei Jahre Bauzeit also. Keine Frage, dass die Eröffnung der Straße mit rund 400 Gästen als freudiges Ereignis gefeiert wurde. Direkt auf der Landesgrenze. Bis zu 74 Prozent weniger Verkehr, so hieß es damals, werde nun durch die beiden Orte Brenz und Medlingen rollen.

Auch Osttangente sorgt für Entlastung

Ebenfalls für Entlastung sorgt die Osttangente, die im November 2014 nach zweieinhalbjähriger Bauzeit für den Verkehr freigegeben wurde. Auf einer Länge von eineinhalb Kilometern verbindet sie den Brenzer Kreisverkehr mit dem Röhm-Kreisel und sorgt dafür, dass Lkw auf ihrem Weg ins Sontheimer Gewerbegebiet nicht mehr mitten durch den Ort fahren müssen. Positiv: Finanziell gesehen musste die Gemeinde Sontheim/Brenz beim Bau der Tangente nicht so tief in die Tasche greifen wie befürchtet: 70 Prozent der Baukosten in Höhe von rund 5,1 Millionen Euro wurden damals vom Staat übernommen.

Mit Großbaustellen jedenfalls kennt man sich in Sontheim seit dem Bau der B-492-Erweiterung und der Osttangente aus. Seither folgten noch die Umgestaltung der Hauptstraße und die Erneuerung der Bergenweiler Dorfstraße. Und auch gegen eine weitere Großbaustelle hätte man sicherlich nichts einzuwenden: Auf die Sanierung des B-492-Abschnitts zwischen Brenz und Hermaringen wartet man seit einer gefühlten Ewigkeit. Aktueller geht man am Regierungspräsidium Stuttgart mit einem Baustart im Frühjahr 2019 aus.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel