Dischingen Was, wenn harte Rocker Wehwehchen haben?

Crowdsurfer müssen vor der Bühne von der Menge gepflückt werden.
Crowdsurfer müssen vor der Bühne von der Menge gepflückt werden.
Dischingen / Patrick Vetter 02.07.2018
Das DRK und der Sicherheitsdiensthatten beim Rock am Härtsfeldsee zum Glück nicht alle Hände voll zu tun.

Neben den Mitgliedern des Vereins „Jugend Dischingen“, die das Festival organisieren, gibt es noch viele weitere Helfer am See: Allen voran die Ehrenamtlichen vom Deutschen Roten Kreuz. Am Freitag Waren sie mit 27 Rettungsassistenten und -sanitätern auf dem Gelände. Der Bereitschaftsleiter des DRK in Dischingen, Helmut Grund, leitet die Gruppe schon seit 22 Jahren.

Die Stärke seiner Truppe sei genau ausreichend. Bis über zehn Leute seien an einem normalen Tag höchstens gleichzeitig im Einsatz, doch: „Es ist ein gutes Zeichen wenn man rumsitzt“, sagt Grund – für das DRK und für die Metal-Fans. Man brauche die Reserven. Zur Behandlung stehen Krankentransport- und Rettungswagen bereit. Für Fahrten ins Klinikum ruft man aber ein extra Fahrzeug.

Dazu kam es am Festival-Freitag noch nicht. Am ersten Tag der Metal-Veranstaltung hatte das DRK 18 Einsätze, Pflaster für kleine Wunden einmal ausgenommen. Hauptsächlich wurden Schürf-, Schnitt- und Brandwunden behandelt. Am Samstagmittag prallte die Sonne auf das Camping-Gelände, weshalb Sonnenstiche dazukamen.

Bei den rabiaten Tänzen der Heavy-Metal-Gemeinde sei es immer wieder zu Unfällen gekommen: „Wir hatten auch schon gebrochene Arme oder Beine im Zelt“, erinnert sich Grund und berichtet weiter: „Leute für den Festivaldienst zu gewinnen, ist normalerweise kein Problem.“ Viele haben große Lust auf den Festivaleinsatz, so auch der 53-Jährige selbst. „Ich freue mich aber auch wieder auf den Sonntagabend danach“, sagt er. Zu der Arbeit gehört nämlich nicht nur das Versorgen der Verletzten Rocker, sondern auch der Aufbau und Abbau des DRK-Zeltes und der Gerätschaften. Außerdem fallen schon Wochen vor dem Festival organisatorische Arbeit für den Bereitschaftsleiter an.

Der Dienst vor Ort sei vor allem wegen der ruhigen Mentalität der Rocker sehr begehrt. „Ich bin begeistert von den Leuten. Die Metal-Fans sind immer freundlich und dankbar“, sagt Grund. Auch für den Sicherheitsdienst bedeutet „Rock am Härtsfeldsee“ entspanntes Arbeiten. Mit den Metal-Fans habe man nie Probleme. Für die Sicherheit zuständig ist schon fast seit Beginn der Metal-Ära am Härtsfeldsee das Pleinfelder Unternehmen SDF Security. Sie übernehmen die Kontrolle am Eingang und an den Durchgängen zu den Crew- und Backstagebereichen. Außerdem sorgen sie für Ordnung in dem Graben zwischen Bands und Publikum.

„Dort hat man gut zu tun während die Bands spielen“, so Chef der Truppe Jürgen Wachter. Das Herunterpflücken der Crowdsurfer sei aber auch eine der lustigsten Aufgaben für die Sicherheitsleute. „Rock am Härtsfeldsee ist für uns immer eines der Highlights im Jahr“, sagt Wachter.

Auch die Polizei ist immer vor Ort und trägt ihren Teil zur Veranstaltung bei, genauso wie die Verkäufer und Budenbesitzer auf dem Festivalgelände und die knapp 50 Helfer der Feuerwehr Ballmertshofen.

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