Herbrechtingen / Günter Trittner Der Beginn der Sanierung könnte noch Ende des Jahres erfolgen. Die TWH bemühen sich um öffentliche Fördermittel.

Es bleibt bei der taxierten „Hausnummer“ von sechs Millionen Euro für die Sanierung der gesamten Tiefgarage unter Buigen-Centrum und Rathausplatz. Und es bleibt dabei, dass die Technischen Werke Herbrechtingen mit den dafür erforderlichen Baumaßnahmen noch diesem Jahr beginnen möchten.

Allerdings geht deren Geschäftsführer Marc Gräßle inzwischen davon aus, dass frühestens zum Jahresende die Arbeiten aufgenommen werden können. Zumindest sollte aber die Bauplanung bis zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen werden. Laut Gräßle soll die Sanierung, beginnend mit dem Westteil unter dem Rathaus, in mehreren Bauabschnitten vorgenommen werden, damit ein immer ein Teil der Stellplätze nutzbar bleibt.

Vorab ist freilich noch zu klären ist, wer in welchem Maße einen finanziellen Beitrag zu leisten hat. Für Gräßle bildet die Tiefgarage mit ihren zwei Flügeln die statische Einheit für alle aufgesetzten Bauten. Und damit kommt neben den TWHWer auch noch die Eigentümergemeinschaft als Zahler in Frage. Somit muss in den kommenden Monaten definiert werden, wo ein Sondereigentum der TWH vorliegt und wo ein Gemeinschaftseigentum. Für letztgenannten Bereich müssten dann auch die Eigentümer einen Sanierungsbeschluss fällen. Für die Klärung der Kostenbeteiligung holen die TWH eine rechtliche Einschätzung ein. „Wir suchen keinen Rechtsstreit“, versichert Gräßle.

Hoffen auf einen Zuschuss

Und noch ein zweites will vor Baubeginn bedacht sein. Angesichts der Höhe der Kosten bemühen sich Stadtverwaltung und THW um einen Zuschuss der öffentlichen Hand. Für „eher unwahrscheinlich“ erachtet es Gräßle, dass noch Mittel aus dem Sanierungsprogramm zur Stadtentwicklung geschöpft werden können, das vor vielen Jahren für den Bereich Rathaus und Lange Straße aufgelegt worden war und in das zuletzt die neue Bibrishalle noch aufgenommen wurde. Für das Aufspüren von Förderprogrammen hat man einen externen Berater eingeschaltet.

Mit dem Beginn der Sanierungsarbeiten ist aber noch keine Antwort auf die Frage gegeben, ob der gesperrte Flügel Ost der Tiefgarage wieder geöffnet wird. „Die Sanierung muss erfolgen, weil tragende Teile des Buigen-Centers angegriffen sind.“

Auch wenn die THW den östlichen Bereich nicht mehr nutzen würde, so Gräßle, müsse auch hier die Standsicherheit der Konstruktion sichergestellt werden. „Es ist das Fundament der Gebäude darüber.“ Hoffnung hat der TWH-Geschäftsführer Gräßle, dass man in der Bauplanung noch Ansätze findet, um Kosten zu sparen.

Die Innensanierung der Rathaustiefgarage beginnt im Jahr 2019.