Weniger Verkaufsstände als sonst beim Sontheimer Josefsmarkt

Klaus-Dieter Kirschner 19.03.2012
„Erscht, wann i mein Hammelbrata em Ranza hab, gang i auf da Markt,“ fasste ein alter Sontheimer gestern seine Gewohnheit zusammen. Erst nach halb zwei war folglich erst richtig 'was los auf dem traditionellen Josefsmarkt in Sontheim.

Einst war dieser Markt nach der langen Winterpause die Gelegenheit, um für Haus und Hof einzukaufen. Kleingerätschaften, Seile und Handwerkszeug. Zuweilen wurde auch mit Vieh gehandelt. Doch das ist lange her. Immer mehr wird der Josefsmarkt zu einem richtigen Krämermarkt mit Kinderkarussell, Sauschwänzlesbahn und Raketen-Karussell.

Regenwolken ziehen nach Bayern

Rechtzeitig zum Ansturm der Leute wichen die dicken Regenwolken und ließen die Sonne hervorspickeln.

Die Zahl der Marktstände fiel dieses Jahr hinter dem Vorjahr zurück. Es gab weniger „Fressstände“ und weniger Klamotten-Stände mit den ach so modischen Kleiderschürzen und den warmen Pullovern und gestrickten Mützen oder Strümpfen.

Von den Marktkaufleuten, die Spielzeug im Angebot hatten, waren heuer weniger als sonst ins Untere Brenztal gekommen.

Qualität bei den Würstchen

„Weil nicht Wurst ist, von wem die Wurst ist“, herrschte vor dieser Wurstbude denn auch der meiste Andrang. Qualität spricht sich eben rum.

Die SPD Sontheim unterstützte mit ihrem Marktstand die Fahrrad-Recycling-Werkstatt Rückewind. Kuchen und Kaffee, aber auch das eine oder andere Gedruckte fand hier neue Besitzer.

So manches T-Shirt wurde allein wegen der starken Sprüche gekauft, die jetzt viele Sontheimer auf der Brust vor sich hertragen.

Handwerkliche Qualität aus Sontheim gab es an dem Stand mit Sontheimer Keramik.

Wie schon im letzten Jahr wurde auch diesmal an einem Spielzeugstand viel für die „Aufrüstung“ getan. Ein Marktkaufmann aus dem Augsburgischen achtete peinlich darauf, dass die Spielzeugwaffen flugs in Plastiktüten verschwanden, bevor die Buben, die sie wegen der Altersbegrenzung gar nicht hätten bekommen dürfen, eilig davon liefen.

Es ist gute Tradition, dass am Josefsmarkt die Sontheimer Gasthäuser „Deftiges“ im Angebot haben. Dazu gehört neben dem Hammelbraten die Schlachtplatte. In den Gasthäusern herrschte folglich starker Andrang. Und das Wetter tat ein Übriges dazu. Am Montag war nämlich nichts mehr von frühlingswarmen Temperaturen zu spüren, die noch am Samstag das Thermometer anzeigte.

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