Steinheim Radonmessungen in Steinheim sind geplant

Steinheim / Carolin Wöhrle 04.08.2018
Umweltminister Franz Untersteller macht klar, dass offen ist, ob die Gemeinde Steinheim in einem Risikogebiet liegt.

Im Juni hatte eine Studie für Aufruhr gesorgt, derzufolge in Steinheim erhöhte Radon-Werte gemessen worden sind. Das radioaktive Gas, das natürlich im Boden vorkommt, gilt als krebserregend. Irritiert war man in Steinheim vor allem auch deshalb, weil niemand Kenntnis von den Messungen gehabt und die Gemeinde erst durch Recherchen der HZ davon erfahren hatte.

Danach hatte sich Bürgermeister Olaf Bernauer in einem Schreiben an das Umweltministerium Baden-Württemberg gewandt und um Aufklärung gebeten. Das von Umweltminister Franz Untersteller unterzeichnete Antwortschreiben liegt unserer Redaktion vor. Darin wird der Hintergrund der Messungen noch einmal verdeutlicht: Alle Bundesländer seien aufgrund des neuen Strahlenschutzgesetzes verpflichtet, bis zum 31. Dezember 2020 Gebiete auszuweisen, in denen besondere Schutzmaßnahmen gegen Radon zu ergreifen sind.

Nur zwei Messwerte aus Steinheim konnte man verwenden

Aus diesem Grund hatte das Umweltministerium das Radonlabor des Karlsruher Instituts für Technologie beauftragt, zu ermitteln, ob die beim Bundesamt für Strahlenschutz und beim Land Baden-Württemberg bereits vorliegenden Messwerte ausreichen, um solche Risikogebiete auszuweisen. Elf Messwerte aus Steinheim seien bereits vorgelegen, nur zwei von ihnen seien aber verwendbar gewesen. Daher kam das KIT zum Schluss, dass erneut gemessen werden müsse, um überhaupt einen Mittelwert für die Gemeinde ermitteln zu können.

Die Planungen hierfür, so Untersteller weiter, würden derzeit laufen: „Ob die Gemeinde Steinheim in einem Gebiet mit höherem Schutzbedarf liegt, ist also noch offen, wie in dem genannten Zeitungsartikel auch dargestellt wurde.“

Auch in Heidenheim wurde gemessen, auch OB Bernhard Ilg wandte sich an das Umweltministerium. Mehr dazu auf Seite 9.

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