Schulsozialarbeit Weitere halbe Stelle bewilligt

Schulsozialarbeit ist wichtig. Das sah auch der Sontheimer Gemeinderat so und stimmte einer weiteren 50-Prozent-Stelle zu.
Schulsozialarbeit ist wichtig. Das sah auch der Sontheimer Gemeinderat so und stimmte einer weiteren 50-Prozent-Stelle zu. © Foto: Jens Eber
Sontheim/Brenz / Klaus-Dieter Kirschner 06.02.2014
Die Gesamtlehrerkonferenz hatte einen Antrag zur Erweiterung der Schulsozialarbeit auf alle drei Schularten in Sontheim gestellt. Der Gemeinderat stimmte dem Antrag jetzt zu. Es wird eine weitere 50-Prozent-Stelle geben.
Einen entsprechenden Antrag auf Ausweitung der Schulsozialarbeit auf alle drei Schularten in Sontheim hatte die Gesamtlehrerkonferenz der Grund-, Werk- und Realschule Steinheim nach Anhörung des Elternbeirats und der Gemeinde Sontheim als Schulträger gestellt. Der Verein für Jugendhilfe im Landkreis Heidenheim begrüßte diesen Vorstoß. Der Geschäftsführer des Vereins, Harald Wirth, war Gast in der Ratssitzung. Bei der angestrebten Ausweitung auf alle drei Schularten sei die Gruppenarbeit in der Werkrealschule nicht mehr in dem Umfange zu leisten wie bisher.

Wirth: „Aus den Erfahrungen der Vergangenheit möchte der Verein eigentlich schon an dem Instrument Gruppenarbeit festhalten, da die Befähigung von Schülern im Klassenkontext Konflikte selbstständig und konstruktiv zu lösen sehr wirksam sei.“ Für Schüler im Bereich des Einzelhilfekontextes könnten in Zukunft Wartezeiten entstehen. Von daher sollte die Schulsozialarbeit auf mindestens 1,5 Stellen aufgestockt werden. Wirksam sollte die zusätzliche Plan-Stelle zum 1. Januar 2015 werden, betonte Wirth in seinem Vortrag.

Kosten steigen um 25.000 Euro

Die Kosten für die Schulsozialarbeit würden von etwa 50.000 auf 75.000 Euro steigen. Die kommunale Beteiligung erreiche rund 25.000 Euro, rechnete Wirth vor. Da Niederstotzingen mit im Boot sei, würde sich der Kostenanteil Sontheims auf etwa 22.500 Euro erhöhen. „Schulsozialarbeit ist ein dickes Brett, das es intensiv zu bohren gilt. Manches geht sehr langsam oder aber auch gar nicht,“ betonte Rektor Rainer Schulz in der Ratssitzung und versicherte: „...dennoch sind wir keine Brennpunkt-Schule“.

„Vieles hat sich verändert, wir müssen dem Antrag zustimmen,“ sagte Ralf Goy (FWV), und FWV-Fraktionschef Jonas Pürckhauer „befürwortete das Vorhaben absolut“: „Als wir das zunächst nur für die Werkrealschule beschlossen hatten, war das für mich wie ein Dorn im Auge. Wir wollen eine gute Schule haben, deshalb muss sich das Angebot an alle Schularten richten. Das Geld ist gut angelegt.“

Alles andere als luxeriös

„Luxus ist das nicht, was wir hier vorhaben,“ versicherte SPD-Fraktionschef Reiner Lindenmayer: „Es spart eher Kosten, was Sachbeschädigungen angeht. Die 22 500 Euro Personalkosten muss uns das schon Wert sein.“ Ob man dafür nicht auch Sponsoren gewinnen könnte? fragte Jonas Pürckhauer.

Für Bürgermeister Matthias Kraut ist „das ein interessanter Ansatzpunkt“. Im Sontheimer Schulzentrum werden aktuell 665 Schüler aus Sontheim und Niederstotzingen unterrichtet.
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