Video Weinfest: Gussenstädter feiern drei Tage

Klaus-Dieter Kirschner 08.09.2013
Der Erfolgsgeschichte des Burgenländer Weinfestes wurde am letzten Ferien-Wochenende ein neues Kapitel hinzugefügt: Mit Gästen von nah und fern und Super-Unterhaltung wurde drei Tage lang Party gefeiert.

Am Ende mögen es 2000 Besucher gewesen sein, die zu dieser Traditionsveranstaltung gekommen waren. Ganz klein hatte es vor 27 Jahren in der Turn- und Festhalle mit einem Freundschaftstreffen mit einer Musikkapelle aus dem Burgenland angefangen. Der süffige Wein war bald getrunken. Inzwischen hat sich das Fest gewandelt und auch die, die sich dort mächtig anstrengen, damit die vielen Gäste aus nah und fern zufrieden sind.

Eines ist geblieben: Der ungeheure Zusammenhalt im Musikverein Gussenstadt, bei dem selbst in Ehren ergraute Musiker und fördernde Mitglieder sich in der Eichholzhalle vor und hinter den Kulissen engagieren. Vorsitzender Stefan Ruoff konnte zufrieden sein, als am gestrigen Sonntagabend der letzte Vorhang des Weinfestes fiel und viele aus der Helferschar wirklich genug vom vielen Schaffen hatten.
 

In der Chronik könnte wohl stehen, dass mit der Verpflichtung von MaCappella und Erpfenbrass ein Glücksgriff gelungen war. Selten sah man die Eichholzhalle dermaßen proppenvoll wie am Freitagabend zum Festauftakt. Die Sänger und die Musiker rund um die Brüder Sebastian und Jan Jäger sorgten von der ersten Minute an für Stimmung und stellten mit einer raffinierten Mischung der Stücke den großen Beifall sicher.

Da ließ sich der Samstagabend, als die Stimmungskapelle Dirndlknacker – nomen est omen – auftrat, zunächst schleppend an. Erst nach 23 Uhr war die Eichholzhalle voll und dann ging dort die Post ab. Erstaunlich, wie viele junge Leute in Dirndl und Lederhosen gekommen waren und bei der Mega-Party kräftig mitsangen, tanzten und auch schunkelten.

Die sieben Musiker aus dem Allgäu boten eine klasse Bühnenshow. Titel der Schürzenjäger wie der Spider Murphy Gang oder Huberts von Goisern begeisterten. Aber auch, dass manche altbekannte Hits in teilweise neuer Interpretation aufgeführt wurden. Vier Stunden dauerte in etwa das Show-Programm: „A g'sonde Mischung aus rockiger Volxmusik ond volxtümlicher Rockmusik“.

Und wem davon manches vielleicht zu laut gewesen ist, der konnte sich am Sonntag an den Interpretationen einheimischer Musikvereine freuen. Der Tag der Blasmusik war angekündigt, zu dem ein Gottesdienst ebenso gehörte wie eine Trachtenmodenschau am Nachmittag. Tracht ist wieder im Kommen, vor allem bei den ganz Jungen. Verschiedene Kapellen rund um Gussenstadt, aber auch die Gussenstadter Jugendkapelle, sorgten am gestrigen Sonntag für prima Unterhaltung.

Attraktive Preise umfasste eine Tombola, deren Reinerlös voll in die Jugendarbeit des Musikvereins fließt und regen Zuspruch fand.