Dunstelkingen Der Weihnachtsmarkt ohne Preise

Dunstelkingen / Philipp Hruschka 07.12.2018
In Dunstelkingen gehen alljährlich sämtliche Einnahmen auf Spendenbasis an wohltätige Zwecke. Bei den Gästen kommt das sehr gut an.

Beim „etwas anderen Weihnachtsmarkt“, der am Donnerstagabend zum 19. Mal stattfand, verbinden sich jedes Jahr Tradition und Dorfgemeinschaft mit dem Willen, etwas Gutes zu tun. Der Rathausplatz war wieder dicht gefüllt mit Buden und Ständen, vor allem aber mit vielen Gästen, die etwa Langos, Schupfnudeln mit Sauerkraut oder Glühwein kosteten. Den Appetit anregende Düfte und weihnachtliche Musik sorgten für ein heimeliges Ambiente.

Soweit, so normal. Was genau läuft also „anders“ in Dunstelkingen? Es gibt keine Preise. Alle Stände überlassen es ganz den Gästen, wieviel sie bezahlen möchten. Und diese nahmen das Angebot auch heuer gerne an, denn alle Einnahmen gehen wieder zu 100 Prozent an wohltätige Einrichtungen und Projekte.

Alles für den guten Zweck

Schon seit zehn Jahren geht die Hälfte der Einnahmen an ein Schulprojekt in Cartagena, Kolumbien. Der Rest wird noch einmal aufgeteilt: Eine Hälfte geht an den „Bunten Kreis“ aus Aalen, der Familien schwerkranker Kinder zur Seite steht. Die zweite Hälfte geht an ein Projekt der Arche in Dischingen, das auch von der HZ-Spendenaktion „Unsere Hilfe zählt“ unterstützt wird.

Christine Trautmann koordiniert den Weihnachtsmarkt fast seit Beginn. „Rituale sind wichtig“, sagt sie. Und ein solches Ritual sei auch der „etwas andere Weihnachtsmarkt“. Alle möglichen Vereine, ortsansässige Firmen und Privatpersonen helfen jedes Jahr mit, so Trautmann. „Letztlich kommt das ganze Dorf hier zusammen.“

Auch für Ulrike Bendele und Birgit Langer ist der Besuch in Dunstelkingen mittlerweile Tradition. Sie arbeiten zusammen in Eglingen und kommen seit mehreren Jahren nach der Arbeit hierher. „Die Atmosphäre ist einfach besonders, auch weil der Markt so gut besucht ist“, sagt Ulrike Bendele. Für den guten Zweck und weil es freiwillig ist, zahle man auch gerne mal mehr als gewöhnlich, so die beiden Kolleginnen.

Sarah Post hat früher in Dunstelkingen gewohnt, zum Weihnachtsmarkt kommt sie immer wieder zurück. „Die Stimmung hier ist gut, man trifft viele alte Bekannte wieder“, schildert sie. „Gleichzeitig bin ich froh, dass der Markt nicht zu groß ist.“

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