Herbrechtingen Wasserkraftanlage läuft seit 100 Jahren unermüdlich

Die älteste Technik der Wasserkraftanlage am Mönchsweg stammt aus dem Jahr 1921. Kraftwerksbesitzer Andreas Gauger erlaubte am Tag des Denkmals einen Blick in das Technikgebäude.
Die älteste Technik der Wasserkraftanlage am Mönchsweg stammt aus dem Jahr 1921. Kraftwerksbesitzer Andreas Gauger erlaubte am Tag des Denkmals einen Blick in das Technikgebäude. © Foto: S. Balzer
Herbrechtingen / Günter Trittner 14.09.2018
In Herbrechtingen konnte man sie am Tag des Denkmals besichtigen. Auch nach fast 100 Jahren arbeitet die Wasserkraftanlage noch.

Dass das alte Herbrechtingen mit dem Kloster nicht nur sein geistiges Zentrum hatte, sondern auch ein Industriestandort von Rang war, lässt sich am Stadtbild kaum mehr ablesen. Man braucht schon eine gewisse Ortskunde, um am Mönchsweg auf das Wasserkraftwerk von Andreas Gauger zu stoßen. Seit 1990 kümmert sich der Maschinen- und Mühlenbauer mit seinem Sohn Michael um das Technikgebäude und die beiden Francis-Schacht-Turbinen, welche Energie für die benachbarte Spinnereien von Hartmann und später für Merz produziert haben.

Auf 1921 datiert die älteste Technik, die im Haus zu finden ist. Zum Tag des Denkmals am Sonntag hatte Andreas Gauger das Gebäude für Interessierte geöffnet und damit auch in eine Welt, die man heute als Industrie 1.0 klassifizieren würde.

Nachhaltigkeit war damals zwar noch kein Stichwort, dafür war die Technik tatsächlich auf Dauer angelegt. Die gepflegte Anlage gewinnt auch heute noch nach fast 100 Jahren 400 000 Kilowattstunden elektrischer Energie aus Wasserkraft und versorgt damit das nach dem Abriss der Spinnerei Merz entstandene Wohngebiet beim Kloster.

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