Kreis Heidenheim Nach 40 Jahren: Meteormuseum will interaktiver werden

Kreis Heidenheim / Laura Strahl 06.05.2018
Bei der Auftaktveranstaltung zum 40-jährigen Bestehen wurde nicht nur Rückschau gehalten, sondern auch in die Zukunft geblickt.

Freitag, 6. Oktober 1978: Im ehemaligen Schulhaus in Sontheim im Stubental wird das Meteorkratermuseum als Zweigstelle des Stuttgarter Naturkundemuseums eröffnet. Ein Festtag für die Gemeinde Steinheim, ein großes Ereignis samt Sonderpoststempel.

Am vergangenen Samstag wurde das „kleine aber sehr feine Museum“ nun erneut gefeiert: Zum Auftakt der im Jubiläumsjahr geplanten Veranstaltungen blickte man im Dieter-Eisele-Saal auf die vergangenen 40 Jahre zurück. „Für die Gemeinde war es schon immer eine große Herausforderung, mit diesem Erbe umzugehen“, fasste Bürgermeister Olaf Bernauer zusammen. Nur durch den Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer gelinge es, „diesen Schatz, auf dem wir leben“ an die jährlich bis zu 4000 Besucher weiterzugeben.

Durch das im vergangenen Jahr durch Zufall entdeckte Meteoritenstück werden es in Zukunft vielleicht noch mehr Besucher sein. Die oft hinterfragte Präsenz auf der Urlaubsmesse CMT, so Bernauer, sei da zwingend nötig. Denn: „Das Museum muss leben, sich verändern und sich den Bedürfnissen der Besucher anpassen.“

Der Unterstützung der Experten aus Stuttgart kann sich die Gemeinde Steinheim dabei gewiss sein. „Wir haben die Absicht, das so fortzuführen“, versicherte Dr. Elmar Heizmann, Leiter der geologisch-paläontologischen Abteilung am Stuttgarter Museum. Aber: „Mittel- und langfristig müssen wir überlegen, wie wir die Ausstellung weiterentwickeln können“, so Heizmann. Mit der Erweiterung der Öffnungszeiten und der Einberufung eines Museumsbeirats seien die ersten Schritte bereits gemacht.

Folgen könnte aus Sicht des Experten nun eine Neuauflage bzw. Neufassung des vergriffenen Museumsführers. Zudem will man über interaktive Elemente und Sonderausstellungen nachdenken. Mit dem Rieskratermuseum in Nördlingen hat man in Sachen Ausstellung bereits Kontakt aufgenommen. So soll eine dort geplante Strahlenkalk-Ausstellung eventuell auch in Sontheim gezeigt werden. „In der Entwicklung des Museums steht der Gemeinde noch einiges bevor“, vermutete Heizmann.

Vielleicht sogar durch neue Erkenntnisse? Geforscht wird in und um Steinheim nämlich noch immer fleißig. Zur Entstehung des Kraters etwa, zu längst ausgestorbenen Säugetieren, zu Wasserschnecken und zu fossilen Pflanzen.

Im Jubiläumsjahr sind weitere Vorträge von Wissenschaftlern geplant (Programm: www.steinheim-am-albuch.de). Zudem wird das Museum beim Sontheimer Dorffest am 3. Juni und bei „Dorf-Art“ am 7. Juli eine Rolle spielen.

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