Kreis Heidenheim Waldjugendspiele: Mit Begeisterung durch den Wald

Bei den Waldjugendspielen gab es für die Kinder viel zu tun: So sollte etwa die Schüttung des Öschental-Brünneles ermittelt werden (links). Außerdem gab es Nägel in Fichten- oder Eichenholz zu hauen (Mitte) und Holz zu sägen. Weitere Bilder unter www.hz.de
Bei den Waldjugendspielen gab es für die Kinder viel zu tun: So sollte etwa die Schüttung des Öschental-Brünneles ermittelt werden (links). Außerdem gab es Nägel in Fichten- oder Eichenholz zu hauen (Mitte) und Holz zu sägen. Weitere Bilder unter www.hz.de © Foto: Klaus-Dieter Kirschner
Kreis Heidenheim / Klaus-Dieter Kirschner 26.06.2018
Die Erfolgsgeschichte der Spiele, bei denen Drittklässler an zwölf Stationen Aufgaben lösen, hat vor 15 Jahren begonnen. Rund 250 Kinder aus acht Schulen nehmen dieses Mal teil.

Waldjugendspiele sind klasse. Das sagen nicht nur die Drittklässler, die einmal in ihrem Schülerdasein daran teilnehmen dürfen. Selbst die 30 Erwachsenen, die bei der zweitägigen Veranstaltung als Funktionspersonal für rund 250 Kinder gefordert sind, fühlen sich jedes Mal happy. Als die spätere Forstdirektorin Dr. Mechthild Freist-Dorr, die jetzt das Forstliche Bildungszentrum Itzelberg leitet, in Steinheim das damals noch vorhandene Staatliche Forstamt übernahm, erfand sie die Waldjugendspiele. Bei der Siegerehrung am Dienstag sagte sie nun: „Ich hätte nicht gedacht, dass sie so lange Bestand haben würden.“

Und in der Tat hat sich in den vergangenen 15 Jahren im Bereich Forst und Forstverwaltung vieles verändert. Staatliche Forstämter bzw. Revierförstereien kamen unters Dach der Landratsämter. Vieles andere blieb auf der Strecke. Neues kam auch dazu: Waldkindergärten und eben diese speziellen Angebote für die Schulen.

Mit Wahnsinnsbegeisterung

Mit einer „Wahnsinnsbegeisterung“ machen die Kinder mit. Die Förster und die Forstwirte sowie die Lehrlinge, aber auch Mitglieder der Kreisjägervereinigung und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) sind an den Waldjugendspielen beteiligt. Als Stellvertretende Kreisvorsitzende hatte Dr. Freist-Dorr die Urkunden an die Gruppen ausgegeben. Seitens des Bereichs Forsten am Landratsamt hatte Franziska Schmid die Hauptlast der Vorbereitung geschultert.

Die Drittklässler kamen unter anderem von der Hillerschule Steinheim, von der Freien Evangelischen Schule Heidenheim, von der Wiesbühlschule Nattheim sowie von den Grundschulen auf den Reutenen, aus Gussenstadt, der Eichhalde Königsbronn und aus Dettingen. An zwölf Stationen mussten die Schüler unterschiedliche Aufgaben lösen. Von Bedeutung war für jedes Kind ein kleines Päckchen Gummibären, die unterwegs genossen wurden. Gruppen, die am Ende die Verpackungen nicht mehr vorweisen konnten, weil sie diese unterwegs „entsorgt“ hatten, bekamen Punktabzug.

Vom Teilnehmer zum Förster

Der Wald als Abenteuer, der Wald als Wirtschaftsfaktor, der Wald mit seinen Pflanzen und Bäumen und seine Erholungsfunktion wurden bei diesen Waldjugendspielen betrachtet. Vielfach wurde schon beobachtet, dass Teilnehmer an diesen Waldjugendspielen oftmals die Eltern oder Großeltern auf Waldspaziergang mitgenommen und das alles im Redefluss gezeigt haben, was sie gelernt hatten. Der eine oder andere Teilnehmer ist inzwischen schon als Förster in Ausbildung auf der Pirsch.

Dieses Jahr hatte Förster Andreas Kühnhöfer lebensecht gemalte Waldtiere versteckt. Die Kinder waren meist pfiffig und entdeckten die Bewohner des Waldes auf Anhieb. Schwer taten sich andere bei einem Puzzle, an dem Blätter, Zweige oder Früchte zur richtigen Rinde oder dem passenden Holzscheit zugeordnet werden müssen. Schwierig war auch die Aufgabe, ein Kilo Holz von einem armdicken Stamm abzusägen.

Am Ende, ehe die Waldhörner das Signal „Jagd vorbei“ ertönen ließen, schienen alle mehr als glücklich. Und trotz der vielen Arbeit waren sich auch die Erwachsenen mehr als einig: „Nächstes Jahr auf ein Neues.“

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