Söhnstetten Bauarbeiten an der Kirchstraße: Vergabe im Eiltempo

Dringend notwendig ist die Sanierung der Kirchstraße in Söhnstetten. Noch 2018 soll's losgehen.
Dringend notwendig ist die Sanierung der Kirchstraße in Söhnstetten. Noch 2018 soll's losgehen. © Foto: Christian Thumm
Söhnstetten / Carolin Wöhrle 15.09.2018
Noch 2018 muss die Sanierung beginnen, um Zuschüsse zu bekommen.

Es musste schnell gehen mit der Ausschreibung und der Vergabe der Bauarbeiten für die Kirchstraße. Manch einem im Gemeinderat ging es aber zu schnell, unter anderem Mathias Brodbeck (Freie Wählervereinigung): „Ich habe immer wieder gefragt, wie weit die Planungen fortgeschritten sind.

Jetzt wurde schon wieder öffentlich ausgeschrieben, ohne dem Gemeinderat vorher die Pläne zu zeigen“, bemängelte er in der jüngsten Sitzung. Es gebe eigentlich eine richtige Reihenfolge: „Erst den Plan genehmigen lassen, dann die Vergabe genehmigen lassen.“

Ortsbaumeister Hans-Peter Brenner erklärte das Vorgehen der Gemeinde mit „Zuschüssen in nie dagewesener Höhe“, von denen die Gemeinde profitieren könne. Mit Geldern sowohl aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) und aus dem Ausgleichsstock könnte die Maßnahme mit 60 Prozent bezuschusst werden. Um an das Geld zu kommen, müssten die Arbeiten aber noch in diesem Jahr beginnen. „Deshalb musste der Gemeinderat erst einmal hintenan stehen“, so Brenner weiter. Was ausgeschrieben wurde, sei eine unproblematische „Standardausführung“.

Sie beinhaltet die Sanierung des Kanals und der Wasserleitung, die Verlegung von Leerrohren für Glasfaserleitungen, die Sanierung der Fahrbahn und des Gehwegs. Zusätzlich sollen Park- und kleine Grünflächen entstehen.

Details wie die Lage eines Baumquartiers an der Heidenheimer Straße (Brodbeck: „die dümmste Stelle in ganz Söhnstetten“) oder die Ausführung der Randsteine (Beton oder Granit) blieben im Gemeinderat strittig. Darüber könne man sich in nächster Zeit noch unterhalten und Änderungen vornehmen, so Brenner.

Die Vergabe der Tief-, Straßenbau-, Kabel- und Erdarbeiten musste wegen des Zeitdrucks dennoch in der Sitzung vergeben werden. Den Zuschlag erhielt die Zöschinger Firma Scharpf für insgesamt knapp 536 000 Euro.

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