Varta Varta-Verkauf: In Dischingen ist man überrascht, aber trotzdem entspannt

Beim Batteriehersteller blickt man dem Verkauf entspannt entgegen.
Beim Batteriehersteller blickt man dem Verkauf entspannt entgegen. © Foto: Archiv
Laura Strahl 10.01.2018
Der Dischinger Batteriehersteller will den angekündigten Verkauf als Chance sehen. Einen Zeitplan gibt es noch nicht.

Den Verkauf als Chance sehen – mit dieser Einstellung reagiert man bei Varta auf die vergangene Woche bekannt gewordenen Verkaufspläne des amerikanischen Mutterkonzerns Spectrum Brands. Wie die Pressestelle des Batterieherstellers jetzt auf Nachfrage erklärt, ist man davon überzeugt, den Wachstumskurs von Varta Consumer Batteries auch nach einem möglichen Eigentümer-Wechsel weiter fortsetzen zu können. Gleichzeitig will man versuchen, das Unternehmen durch den Verkauf sicherer und flexibler aufzustellen.

„Aktuell hat der potenzielle Verkauf keinerlei Auswirkungen auf den laufenden Betrieb“, heißt es seitens der Presseabteilung. Alle Mitarbeiter gingen ihrer Arbeit in normalem Umfang nach. Ebenfalls normal gehe es beim Bau einer weiteren Fertigungshalle am Standort Dischingen weiter. Wie geplant soll die Halle bis März fertiggestellt werden, lautet die Bestätigung.

Dass Mitarbeiter und Geschäftsführung an allen Standorten in Deutschland und Europa von den Verkaufsplänen der Batterie- und Elektrokleingeräte-Sparte sehr überrascht waren, will man aber ebenfalls nicht verschweigen. „Niemand hatte im Vorfeld damit gerechnet.“ Aus Sicht der Presseabteilung lassen sich die meisten Mitarbeiter vom angekündigten Verkauf und damit in Zusammenhang stehenden Spekulationen nicht verunsichern. „Die Atmosphäre ist generell entspannt.“

Und das obwohl zu den Auswirkungen des Verkaufs „zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussagen getroffen werden“ können, der Zeitplan für den Verkauf noch nicht absehbar und der potenzielle Käufer noch unbekannt sei.

Auch Alfons Jakl bleibt gelassen

Ähnlich eingeschätzt wird die Lage übrigens von Dischingens Bürgermeister Alfons Jakl: Er sei von den Verkaufsplänen ebenfalls überrascht worden, rechne aber nicht mit negativen Auswirkungen durch einen Eigentümer-Wechsel. Das Unternehmen sei schon in der Vergangenheit mehrmals verkauft worden, weitergegangen sei es für die Beschäftigten dann aber immer.