Förderverein Eiszeitkunst Archäopark: Hochrangiger Besuch ist nett, Geld wäre netter

Auf der Jagd für den Archäopark. Archäologe Rudolf Walter aus Schelklingen und Birgit Brügge in der Kleidung der Eiszeit
Auf der Jagd für den Archäopark. Archäologe Rudolf Walter aus Schelklingen und Birgit Brügge in der Kleidung der Eiszeit © Foto: Marc Steinmetz
Stetten ob Lontal / Manfred Allenhöfer 16.04.2018
Bei der Hauptversammlung wurde erneut für mehr finanzielle Unterstützung geworben,

„Mehr Unterstützung für die Stadt Niederstotzingen“ forderte, nicht ohne Emotionen, ein Kommunalpolitiker: Viele hochkarätige Politiker, darunter Minister und Regierungspräsideten, seien in den letzten Wochen und Monaten in den Archäopark gekommen – alle aber „mit leeren Händen“.

Gute Worte allein aber würden nicht ausreichen für dessen Betrieb: „Wir als Stadträte stehen mit dem Rücken zur Wand.“ Insbesondere vom Land erwarte man mehr (finanzielle) Unterstützung.

Hermann Mader, Vorsitzender des Fördervereins Eiszeitkunst im Lonetal, gab dem Redner prinzipiell recht: Solche Forderungen freilich solle man am besten vor Wahlen erheben. Der Förderverein sei da eher der falsche Ansprechpartner: „Wir kümmern uns um die Unterstützung durch Sponsoren.“ Und da sei man auch im letzten Jahr wieder sehr erfolgreich gewesen.

In Stetten fand die Mitgliederversammlung statt, zu der ein guter Teil der mittlerweile 235 Mitglieder ins Bürgerhaus gekommen waren. Bürgermeister Marcus Bremer hatte begrüßt mit der Feststellung: „Ein Jahr großartiger Erfolge liegt hinter uns.“ Der „Mythos Mammut“ strahle heute heller denn je.

50 000 Euro für die Stadt

Vorsitzender Mader ließ dann die einzelnen Stationen des Vereinsjahrs Revue passieren – Höhepunkt war natürlich die Ernennung zum Unesco-Welterbe und das zugehörige Fest im Archäopark: „Da ist eine Euphorie entstanden.“

Mader nannte Zahlen – auch schon für das angebrochene Jahr. Es sollen wieder 50 000 Euro als „Defizitabdeckung“ zugunsten der Stadt Niederstotzingen für den Betrieb des Archäoparks bereitstehen.

30 000 Euro sollen weitere Forschungen im Lonetal durch Prof. Nicholas Conard unterstützen; auch sollen Originalrelikte von Mammuts angeschafft werden und eine Buchpublikation mitfinanziert – die Mitglieder hießen das einstimmig gut; genauso eindeutig fiel zuvor die Entlastung des Vorstands aus.

Die finanziellen Möglichkeiten des Vereins seien „gut“, urteilte Dieter Steck, der Schatzmeister ist: „Aktuell auf dem Konto“ stünden 295 000 Euro bereit; allein an Spenden seien über 100 000 Euro eingegangen. Damit könne man ein Stipendium ebenso finanzieren wie die eingegangenen „Verpflichtungen“ gegenüber Niederstotzingen.

Die Entlastung des Vorstands hatte Vereinsmitglied Martin Grath vornehmen lassen. Sein Fazit dabei: „Ohne den Förderverein wäre vieles nicht gegangen.“ Es sei „sensationell“, was dieser Verein leiste.

Entsprechend sein Ausblick: „Wir haben noch einiges vor.“

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