Umbruch im Vorstand des Faschingsvereins Dischingen

Umbruch beim Dischinger Faschingsverein: die bisherige Vorstandschaft mit (von rechts) Josef Eisenbarth, Susanne Dönninghaus, Bernd Kienle, Michael Schmid und Gerda Schmid sowie das neue Team mit (von links) Bernd Greiner, Bernd Grandy, Lena Faber und Karl-Heinz Glaser.
Umbruch beim Dischinger Faschingsverein: die bisherige Vorstandschaft mit (von rechts) Josef Eisenbarth, Susanne Dönninghaus, Bernd Kienle, Michael Schmid und Gerda Schmid sowie das neue Team mit (von links) Bernd Greiner, Bernd Grandy, Lena Faber und Karl-Heinz Glaser. © Foto: Foto: dam
KLAUS DAMMANN 30.04.2012
Das Ende einer Ära und den Beginn einer neuen markierte die Hauptversammlung des Dischinger Faschingsvereins (FVD) am Freitagabend: Ein Großteil der Vorstandschaft legte auf eigenen Wunsch sein Amt in andere Hände.

Bei der närrischen Basis des FVD war man sich der einschneidenden Bedeutung dieses Abends sehr wohl bewusst: Ein Fünftel des 510 Mitglieder zählenden Vereins war ins SV-Sportheim gekommen, um die personelle Zukunftsausrichtung mitzuerleben. So stand dieser Umbruch im Vorstand denn auch im Mittelpunkt der Versammlung.

Die allesamt seit vielen Jahren bzw. gar Jahrzehnten Amtierenden Vorsitzender Bernd Kienle, Schriftführerin Susanne Dönninghaus sowie die Ausschussmitglieder Michael Schmid und Gerda Schmid hatten angekündigt, bei den Wahlen nicht mehr zu kandidieren. Da im Vorfeld bei der Nachfolgersuche vor allem für den Vorsitz keine Einzelperson gefunden werden konnte, wurde der Versammlung ein Trio – Karl-Heinz Glaser, der derzeitige stellvertretende Vorsitzende Bernd Grandy sowie Bernd Greiner – als gleichberechtigte Vereinsführung unter Verzicht auf einen stellvertretenden Vorsitzenden zur Wahl vorgeschlagen.

Den Grund dafür versuchte Michael Schmid zu erläutern. Der zeitliche Aufwand als Vereinschef sei für einen Einzelnen – erst recht, wenn er Familie haben sollte – nicht zu bewältigen. Eine Verteilung der Aufgaben auf mehrere Schultern ermögliche dies jedoch. Vorsitzender Bernd Kienle stellte den Anwesenden die dazu notwendige Ergänzung zur Vereinssatzung vor, die sowohl die bisherige Form der Vereinsführung mit einem Vorsitzenden und einem Stellvertreter wie auch eine Führung mit drei gleichrangigen Chefs zulassen soll. Einschließlich Schriftführer und Kassierer würde der Vorstand somit von vier auf fünf Personen anwachsen.

Für die Annahme der Satzungsergänzung wäre in einer Abstimmung eine Zweidrittelmehrheit der Versammlung erforderlich. Dies zu erreichen, stellte kein Problem dar: Das Votum fiel am Freitagabend einstimmig aus.

Nicht ganz ohne Widerspruch blieb die sich anschließende Wahl des Vorsitz-Triumvirats. Der FVD-Ehrenvorsitzende Fritz Wörrle erklärte, dass er gegen drei Vorsitzende sei, da er Uneinigkeit über die Verantwortung befürchte. Die von ihm geäußerte Hoffnung, dass sich doch noch ein einzelner Kandidat fände, blieb unerfüllt.

Ehrenpräsident Jürgen Dönninghaus leitete die Wahlen. Er teile die Bedenken Wörrles, bekannte er. Doch sei man im Vorstand zu dieser Lösung gekommen, weil es keinen Einzelkandidaten gegeben habe. Bei der von Wörrle beantragten geheimen Wahl wurden Karl-Heinz Glaser, Bernd Grandy und Bernd Greiner dann mit 85 zu 14 Stimmen als Vorsitz-Trio gewählt. Ihre dreijährige Amtszeit soll vorerst abgestuft andauern, um die Besetzung des Vorsitzes abzusichern.

Jeweils einstimmig verliefen die weiteren Wahlen. Kassierer bleibt Klaus Randler. Nachfolgerin von Susanne Dönninghaus als Schriftführerin wird Lena Faber, unterstützt durch Ena Dönninghaus und Christine Scherer. Präsident ist weiterhin Ralf Eberhardt. Für die Ausschussmitglieder Michael Schmid und Gerda Schmid folgen Markus Bayer und Carolin Rieger nach. Stefan Angele bleibt im Ausschuss, wie auch Karlheinz Klug und Hubert Kohler weiter als Kassenprüfer agieren werden.

Jürgen Dönninghaus zählte dann in einem Rückblick die vielen Verdienste der aus ihren Ämtern scheidenden FVD-Narren auf und nahm hier auch Josef Eisenbarth mit auf, der bis zur Hauptversammlung 2011 als stellvertretender Vorsitzender gewirkt hatte. Bewegte Szenen gab es, als Bernd Kienle, Susanne Dönninghaus, Michael Schmid, Gerda Schmid und Josef Eisenbarth mit Geschenken verabschiedet wurden. An die neue Führung gewandt sagte der Ehrenpräsident: „Werdet auch ihr so ein gutes Team!“

Dank an die scheidenden Vorstandsmitglieder sagte Bürgermeister Alfons Jakl. Er hoffe auch weiterhin auf eine so problemlose Zusammenarbeit. Ein Verein lebe davon, dass es ab und zu zu Veränderungen kommt. Jakl würdigte in seiner Rede die Leistung des FVD für die Gemeinde ebenso wie anschließend der Landtagsabgeordnete Bernd Hitzler, der meinte, dass der FVD dazu beitrage, dass man sagen könne: „Dischingen – wir sind schon wer.“

Begonnen hatte die Hauptversammlung mit den Berichten, bei denen Vorsitzender Kienle schilderte, dass die 2011 statt des Gala-Balls aufgenommene Veranstaltung „Heit danzad de andre“ auch 2012 „nicht zum Publikumsrenner“ geworden sei. Insgesamt zeigte er sich im Rückblick mit dem Verlauf der Saison 2011 jedoch sehr zufrieden.

Berichte von Susanne Dönninghaus, Gardesprecherin Carolin Rieger, Elferratsprecher Ralf Eberhardt, Fanfarenzug-Leiterin Annette Hartl, Maskengruppen-Sprecher Jürgen Traub, Hofnarren-Sprecherin Veronika Venus und „Swinging Schwabbels“-Sprecher Markus Bayer schlossen sich an.

Kassierer Klaus Randler konnte einen 2011 erzielten Überschuss von rund 2000 Euro vermelden, und Kassenprüfer Hubert Kohler bestätigte korrekte Kassenführung. Eine Fülle von Ehrungen treuer Mitglieder (Bildbericht folgt) beschloss den offiziellen Teil der Versammlung.

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