Bergwacht Übung für den Ernstfall: Berwacht war 24 Stunden im Einsatz

Bei einer 24-Stunden-Übung hat sich die Bergwacht Herbrechtingen auch mit neuen Hilfsmitteln in der Erstversorgung Verletzter und mit neuem Gerät vertraut gemacht.
Bei einer 24-Stunden-Übung hat sich die Bergwacht Herbrechtingen auch mit neuen Hilfsmitteln in der Erstversorgung Verletzter und mit neuem Gerät vertraut gemacht. © Foto: privat
Herbrechtingen / HZ 14.11.2017
Die Berwacht Herbrechtingen übten 24 Stunden lang den Abtransport von Verletzten in unwegsamen Gelände. Dazu wurde auch dem Sanitätsdienst der Bundeswehr über die Schulter geschaut.

Die fachmännische Erstversorgung und Rettung von Verletzten in unwegsamen Gelände sowie deren schonender Abtransport stellt eine der Hauptaufgaben der Bergwacht Württemberg dar. Um diese möglichst gut erfüllen zu können, hatte die Bergwacht Herbrechtingen eine 24-Stunden-Übung angesetzt. Organisator und Notfallsanitäter Rudi Fritsche hatte für die 15 Teilnehmer, bestehend aus Einsatzkräften, Aktiven und Jugendlichen, das Programm ausgearbeitet.

Zum Auftakt stellte ein Crewmitglied des in Ulm stationierten ADAC-Rettungshubschraubers Christoph 22 eine Beckenschlinge zur Ruhigstellung bei Beckenfrakturen und ein Tourniquetband vor. Dieses kann alternativ zum Druckverband bei stark blutenden Wunden der äußeren Extremitäten angelegt werden. Die 19 Bergwachten in Württemberg sollen ab 2018 damit ausgerüstet werden.

Schnelligkeit zählte

Bei einer Sanitätsgruppe der Bundeswehr in Dornstadt wurden schnell Unterschiede zum zivilen Rettungsdienst deutlich. Es zählten nur Schnelligkeit und Eigenschutz. Die Bergwachtgruppe konnte selbst mit schusssicherer Weste, Helm, Gewehr und Sanitätsmaterial am Körper Erstversorgung unter „erschwerten“ Bedingungen üben. Im weiteren Verlauf war die Bergwachtmannschaft bei der Rettung zweier Personen in einem Waldgebiet bei Anhausen, die den Einsatz der Gebirgstrage nötig machte, gefordert. Auch wurde der Umgang mit Seilbremse, Schaufeltrage, Bergesack und Standardmaßnahmen beim Erstkontakt am Verletzten geübt. Die Alarmierung zur Rettung einer abgestürzten Person in steilem Gelände bildete den Abschluss. Die DRK-Bereitschaften Hürben und Giengen unterstützten die Bergwacht bei den Einsatzübungen mit „Verletzten“.