Kreis Heidenheim Tularämie: Hasenpest auf den Menschen übertragbar – was tun?

Die Übertragung kann insbesondere durch Zecken, durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder auch durch das Einatmen von erregerhaltigen Stäuben stattfinden.
Die Übertragung kann insbesondere durch Zecken, durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder auch durch das Einatmen von erregerhaltigen Stäuben stattfinden. © Foto: Joern Gebhardt, stock.adobe.com
Kreis Heidenheim / pm 05.07.2018
Bei einem toten Feldhasen wurde der Erreger nachgewiesen, der auch auf den Menschen übertragbar ist.

Bei einem verendeten Feldhasen im Bereich Schnaitheim/Aufhausen wurde der Hasenpest-Erreger festgestellt. Laut dem Fachbereich Veterinärwesen und Verbraucherschutz im Landratsamt Heidenheim gilt es nun, vorsichtig zu sein, denn die Krankheit ist auf den Menschen übertragbar.

Die Übertragung kann insbesondere durch Zecken, durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder auch durch das Einatmen von erregerhaltigen Stäuben stattfinden.

Die Hasenpest, die im Fachjargon Tularämie genannt wird, ist eine bakterielle Erkrankung, die durch den Erreger Francisella tularensis verursacht wird. Sie kommt vor allem bei Wildtieren wie Feldhasen und Wühlmäusen vor. Anstecken können sich prinzipiell aber auch andere Wildtiere, Haustiere und der Mensch.

Die Erkrankung zeigt sich laut Veterinäramt beim Menschen und auch bei Tieren in unterschiedlichen Ausprägungen. Oft geht die Infektion mit unspezifischen Symptomen (in einer milden Verlaufsform mit Lymphknotenschwellung) einher, kann aber auch zu schweren Allgemeininfektionen, Hautgeschwüren und Augenentzündungen führen.

Vor allem bei Hasenarten und Nagetieren kann es zu seuchenhaften Verlusten kommen.

Fleisch nur durchgegart essen

Es gibt einige Vorsichtsmaßnahmen, zu denen das Veterinäramt jetzt rät: Hunde sollten an der Leine geführt werden. Vermeintlich zahme Wildtiere wie Feldhasen sollten nicht angefasst werden. Mit Tierkadavern verunreinigtes Wasser sollte gemieden werden. Zudem müssen speziell Jäger an entsprechende Schutzmaßnahmen wie zum Beispiel Handschuhe denken.

Was den Verzehr von Hasen- und Kaninchenfleisch anbelangt, so sollte es nur gut durchgegart gegessen werden. Bei grippeartigen Symptomen nach Kontakt zu Wildtieren sollte der Hausarzt informiert werden.

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